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Interview mit Caroline Peters : „In diesem einen Punkt hat sich Goethe geirrt“

  • -Aktualisiert am

Szene aus „Der Vorname“ Bild: 2018 Constantin Film Verleih GmbH

In dem Film „Der Vorname“ geht es um die Frage, ob man sein Kind Adolf nennen kann. Schauspielerin Caroline Peters spricht im Interview über Vornamen, die AfD, die griechische Tragödie und die Rolle von Schauspielern.

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          Frau Peters, im neuen Film „Der Vorname“ zitieren Sie „Faust“: „Name ist Schall und Rauch.“ Stimmt’s?

          Natürlich nicht! In diesem einen Punkt hat sich Goethe ausnahmsweise geirrt. Was für eine schöne Utopie, wären Namen wirklich Schall und Rauch! Aber das Gegenteil ist der Fall. Sie zeigen ja das Milieu an, aus dem jemand stammt, oder sie verbreiten so etwas wie magischen Glanz. Warum kriegen die Kinder in Prenzlauer Berg all diese wahnsinnigen Namen, wenn nicht als Statussymbol und damit deren Ausstrahlung auf sie abfärbt: Gala, Stella, Sophie, Luise? Ich kenne inzwischen auch eine Elektra und, stellen Sie sich vor, eine Europa. Ihre Schwester heißt übrigens Allegria. Wirklich!

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