https://www.faz.net/-gum-ahlu4

Baggerwette bei „Wetten, dass“ : „Auf der Baustelle schauen auch immer Leute zu“

Vor dem großen Auftritt: Baggerfahrer Andi Stolz und Dachdeckermeisterin Niél Braun Bild: Privat

Am Samstag läuft im ZDF die Sonderausgabe von „Wetten, dass..?“ – und es gibt wieder eine Baggerwette. Andi Stolz machte schon als Junge auf Baggern „immer viel Blödsinn“. Ein kurzes Interview zu einer Wette, über die er nicht reden darf.

          2 Min.

          Herr Stolz, Sie treten am Samstag in der Sonderausgabe von „Wetten, dass..?“ zu einer Wette an. In der Ankündigung heißt es nur: „Baggerprofi Andi Stolz und Dachdeckermeisterin Niél Braun wissen, dass man für eine Baggerwette im richtigen Moment zuschnappen muss und beeindrucken dabei mit Geschick und exaktem Timing.“ Seit wann sitzen Sie auf Baggern?

          Sebastian Eder
          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Durch den Betrieb meines Vaters habe ich von klein auf immer auf Baggern gesessen. Der hatte eine Land- und Baumaschinenreparatur und hat mich als Kleinkind schon mitgenommen. Alleine gesteuert habe ich Bagger so ab dem siebten Lebensjahr. Später habe ich Baumaschinenmechaniker gelernt und danach eine Weile Maschinen repariert und gewartet. Irgendwann habe ich meinen eigenen Weg eingeschlagen und bin in den Tiefbau gegangen, das mache ich bis heute. Wir machen fast ausschließlich Baggerarbeiten: Ausschachtungen von Häusern, ein bisschen Straßenbau, wir bedienen aber auch Kleinkunden, solche Sachen. Ich kümmere mich mittlerweile viel um Organisation, sitze aber immer noch 50 Prozent meines Arbeitsalltags auf dem Bagger.

          Und Sie bringen Ihren eigenen Bagger mit?

          Ja, ich komme aus Eschweiler bei Aachen, unser Spediteur hat einen mittelgroßen Kettenbagger runter nach Nürnberg gebracht.

          Wir dürfen über die konkrete Wette leider nicht sprechen. Aber wie lange tragen Sie die Idee dafür schon mit sich herum?

          Etwa ein halbes Jahr. Ich habe ja schon ganz jung auf dem Bagger gesessen, und da immer viel Blödsinn gemacht. Meine Mutter hat zu meinem Vater mal gesagt: Irgendwann ist der mal bei „Wetten, dass..?“. Und dann hat auf der Baustelle mal wieder jemand eine verrückte Aktion gemacht, da kam mir der Gedanke.

          Was war denn zum Beispiel „Blödsinn“, den Sie früher auf dem Bagger gemacht haben?

          Wir haben viel in einem Steinbruch gearbeitet, da bin ich schon mal die ein oder andere steile Wand mit dem Bagger hinaufgeklettert oder hinuntergefahren. Das war das ein oder andere Mal schon etwas grenzwertig.

          Sie sind 36 Jahre alt – haben Sie als Kind die Baggerwetten bei „Wetten, dass..?“ verfolgt?

          Ich habe immer schon sehr gerne „Wetten, dass..?“ geschaut. Natürlich waren die Baggerwetten für mich immer am interessantesten. Die meiner Meinung nach beste Baggerwette habe ich live allerdings nicht gesehen: Das war als ein Österreicher in Wien mit einem 15-Tonnen-Bagger einen 15 Meter hohen Turm hochgeklettert ist.

          Ist Ihre Wette auch eine Außenwette?

          Nein, die ist im Saal.

          Eine größere Bühne als „Wetten, dass..?“ gibt es in Deutschland am Wochenende wahrscheinlich nicht. Sind Sie sehr aufgeregt?

          Eigentlich nicht. Ich bin da schmerzfrei. Auf der Baustelle schauen auch immer Leute zu.

          Woher kennen Sie die Dachdeckermeisterin Niél Braun, mit der Sie bei der Wette antreten?

          Das ist meine Cousine. Die ist genauso bekloppt wie ich. Und ich suchte halt jemanden, der genau so bekloppt ist wie ich, das mitmacht und kein Problem damit hat, vor so einem Publikum zu stehen. Da kam mir Niél in den Sinn, ich habe sie gefragt, wir haben noch etwas hin und her überlegt – und dann klappte das hervorragend.

          Wie sicher sind Sie sich, dass Sie die Wette gewinnen werden?

          Ziemlich sicher.

          Auf wen freuen Sie sich besonders?

          Udo Lindenberg finde ich gut. Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker fand ich auch immer sehr gut, wenn sie die Show gemacht haben. Als Gottschalk damals aufgehört hat, war es einfach nicht mehr das, was es mal war. Das ist schon eine Kindheitserinnerung. Ich freue mich drauf, das alles mal zu sehen.

          Weitere Themen

          Mehr als 200.000 neue Corona-Fälle in Brasilien

          Corona-Liveblog : Mehr als 200.000 neue Corona-Fälle in Brasilien

          US-Studie: Mütter mit Covid-19 können bedenkenlos stillen +++ Apothekerverband Nordrhein fordert Ende der PCR-Testpflicht +++ Impfstoff Valneva wirkt laut Hersteller auch gegen die Omikron-Variante +++ Alle Entwicklungen zur Pandemie im Corona-Liveblog.

          Topmeldungen

          Präsident Joe Biden mit Vizepräsidentin Kamala Harris am 11. Januar in Atlanta, Georgia

          Ein Jahr Joe Biden : Nicht Trump sein reicht nicht

          Als Joe Biden vor einem Jahr sein Amt antrat, kündigte er große Reformen an, um die Vereinigten Staaten zu heilen. Aber das Regieren fällt dem amerikanischen Präsidenten schwer.
          Haben viel vor und noch viel Vertrauen: Olaf Scholz und Robert Habeck

          F.A.Z.-Elite-Panel : Vorschusslob der Eliten für die Ampel

          Die deutschen Führungsspitzen begleiten den Start von SPD, Grünen und FDP mit außergewöhnlichem Wohlwollen. Aber die neue Allensbach-Elite-Umfrage birgt auch unerfreuliche Befunde und Handlungsaufträge für die Ampel – nicht zuletzt mit Blick auf China.
          Schlittenfahren mit Putin im Jahr 2001: Sitzt Ex-Kanzler Schröder jetzt im Rücksitz hinter Olaf Scholz?

          Entspannungspolitik : Hat die SPD ein Russland-Problem?

          Ein Topos des politisch-medialen Komplexes sagt, die SPD habe ein Russland-Problem. Hat sie eines? Ist der Einfluss des Ex-Kanzlers Schröder so wirkmächtig? Die Befundlage widerrät der Schablone.