https://www.faz.net/-gum-9m4pa

Parlamentswahl : Inder wählt versehentlich falsche Partei und hackt sich Finger ab

  • Aktualisiert am

Indien, Muzaffarnagar: Ein Wahlhelfer färbt in einem Wahllokal im Dorf Shahpur den Finger eines Wählers mit Tinte ein. Bild: dpa

Nach der Stimmabgabe in Indien werden die Finger traditionell mit Tinte markiert. Ein Wähler klagt in einem Video, er habe versehentlich für die falsche Partei gestimmt – und greift dann zum Hackmesser.

          Bei der Parlamentswahl in Indien hat ein Mann versehentlich die falsche Partei gewählt und sich daraufhin den Zeigefinger abgehackt. Das zeigt ein Video, das der Mann nach seiner Stimmabgabe am Donnerstag aufnahm und im Internet veröffentlichte. Demnach stimmte er versehentlich für die Bharatiya-Janata-Partei (BJP) von Premierminister Narendra Modi.

          In dem Video beklagt Pawan Kumar, er habe eigentlich eine regionale Oppositionspartei in seinem Heimatstaat Uttar Pradesh wählen wollen. Die verschiedenen Symbole am Wahlautomaten hätten ihn jedoch so verwirrt, dass er versehentlich für die BJP gestimmt habe.

          Aus Verzweiflung habe er daraufhin seinen Zeigefinger mit einem Hackmesser abgetrennt. Ein zweites Video zeigt, wie das blutige Messer auf dem Boden liegt, während Kumar einen Verband dort an der Hand trägt, wo vorher der Finger war.

          Mit mehr als 900 Millionen Stimmberechtigten und knapp sechs Wochen Dauer findet in Indien derzeit die größte Parlamentswahl der Welt statt. Die Stimmen werden dabei elektronisch abgegeben. Damit niemand zweimal abstimmt, wird der Zeigefinger nach der Stimmabgabe aber mit einer speziellen Tinte markiert, die sich nicht abwaschen lässt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spahns Notfallplan : Fast schon verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.
          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.