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Raumstation „Himmelspalast“ : Chinas Aufholjagd im All

Vor dem Start: Die drei Taikonauten Ye Guangfu, Wang Yaping und Zhai Zhigang (von links) wurden in Jiuquan offiziell verabschiedet. Bild: Getty

China schickt eine zweite bemannte Mission zu seiner im Bau befindlichen Raumstation „Himmelspalast“. Im Wettlauf mit den USA legt Peking dabei ein rasantes Tempo vor.

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          China treibt den Bau seiner eigenen Raumstation in großen Schritten voran. Am Samstag zogen drei Taikonauten für sechs Monate in das Rumpfmodul des künftigen „Himmelspalastes“ ein. Unter den neuen Bewohnern ist erstmals eine Frau: Die 41 Jahre alte frühere Militär­pilotin Wang Yaping. Das erfahrenste Crewmitglied, der 55 Jahre alte Zhai ­Zhigang, hatte 2008 als erster Chinese einen Spaziergang im All unternommen. Der Dritte, Ye Guangfu, hat keinerlei Erfahrungen im Weltraum. Sein Einsatz wurde von den Staatsmedien als Signal für Pekings Willen zu internationaler Ko­operation beschrieben. Ye spricht gut Eng­lisch und hat 2016 an einem Training der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) teilgenommen.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Die Crew soll bis April zwei bis drei Außenbordeinsätze vornehmen, um den Anbau von zwei Forschungsmodulen vorzubereiten. Es ist der fünfte von elf geplanten Flügen. Bis Ende nächsten Jahres soll die Raumstation fertig sein. Für die Bauzeit sind 18 Monate veranschlagt. Zum Vergleich: Der Bau der Internationalen Raumstation (ISS) dauerte zehn Jahre. Aufgrund eines amerikanischen Gesetzes ist China auf der ISS, die bis mindestens 2030 aktiv sein soll, nicht vertreten.

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