https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/im-fall-dieter-wedel-angebliches-opfer-sammelt-spenden-16948332.html

Um Anwalt zu zahlen : Angebliches Missbrauchsopfer von Dieter Wedel sammelt Spenden

  • Aktualisiert am

Regisseur Dieter Wedel weist die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn zurück. Bild: dpa

Die Schauspielerin Jany Tempel beschuldigt den Regisseur Dieter Wedel, sie in den Neunzigern vergewaltigt zu haben. Nach mehr als zwei Jahren Ermittlungen belaufen sich die Anwaltskosten bereits auf 70.000 Euro.

          1 Min.

          Die Schauspielerin Jany Tempel, die angibt, in den Neunzigerjahren von Regisseur Dieter Wedel vergewaltigt worden zu sein, hat eine Spendenaktion gestartet. Auf der Seite „Gofundme“ sucht sie Unterstützer, die ihr helfen, ihre Anwaltskosten für einen möglichen Prozess gegen den Filmemacher zu bezahlen. Tempels Anwalt Alexander Stevens bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, dass seine Mandantin den Aufruf gestartet hat. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

          „Da die Ermittlungen nach zweieinhalb Jahren immer noch andauern und der Prozess erst bevorsteht, ist es sehr schwer einzuschätzen, wie hoch die kommenden Kosten sein werden. Momentan sind es bereits 70.000 Euro“, schreibt Tempel auf der Crowdfunding-Seite. Bis Freitagmorgen waren dort gut 6000 Euro eingegangen. Unter den Spendern sind auch bekannte Namen wie Natascha Kampusch. Tempels Anwalt bestätigte, dass Kampusch Tempel unterstütze.

          Wedel weist die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn zurück. 2018 sagte er der „Bild“-Zeitung: „Inzwischen bin ich froh, dass es diese Ermittlungen gibt. Ich vertraue auf die Staatsanwaltschaft.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Zweite Senat beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

          Coronafonds der EU : Karlsruhe muss die Demokratie schützen

          Der Europäische Gerichtshof feiert Jubiläum, aber das Bundesverfassungsgericht wird weiterhin dringend gebraucht. Denn Europa soll kein Staat werden.
          Karl Lauterbach (zweiter von links) präsentiert die Arbeitsergebnisse der Regierungskommission für Krankenhäuser.

          Pläne für Krankenhausreform : Karl Lauterbachs Klinikrevolte

          Eine Regierungskommission schlägt vor, Fallpauschalen zurückzufahren und lieber Vorhaltekosten zu übernehmen. Die Länder und die Selbstverwaltung wurden dazu nicht gefragt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.