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Initiative „Time’s Up“ : Hollywoodstars starten millionenschwere Aktion gegen sexuelle Belästigung

  • Aktualisiert am

Schauspielerin und Preisträgerin Jennifer Lawrence mit Harvey Weinstein beim Oscar-Ball im Februar 2013. Bild: AFP

Die Zeit für sexuelle Übergriffe ist um. Das verkünden heute mehr als 300 Künstlerinnen in der „New York Times“. Ihre Initiative „Time’s Up“ sagt dem Missbrauch den Kampf an, und will mit Millionen die Opfer unterstützen.

          Mehr als 300 Hollywood-Künstlerinnen wollen der Belästigung von Frauen in der Filmindustrie und im amerikanischen Berufsalltag insgesamt ein Ende bereiten. Reese Witherspoon, Alyssa Milano, Maggie Gyllenhaal und viele weitere riefen am Montag in der „New York Times“ und der spanischsprachigen „La Opinión“ dazu auf, sich der Initiative „Time’s Up“ (Die Zeit ist um) anzuschließen. Sie versprachen, künftig auch weniger privilegierten Frauen wie Arbeiterinnen, Kellnerinnen und Zimmermädchen Schutz vor und Rechtshilfe nach sexuellen Angriffen zu bieten.

          Der Initiative gehören auch Filmstars wie Meryl Streep, Emma Stone, Cate Blanchett, Goldie Hawn und Gwyneth Paltrow sowie Regisseurinnen, Produzentinnen und Drehbuchautorinnen an. Spenden unter anderem von Witherspoon, Streep, Steven Spielberg und Kate Capshaw hätten einen Fonds für Rechtsbeihilfe ermöglicht, der bereits über 13 Millionen Dollar (knapp 11 Millionen Euro) verfüge, berichtete die „New York Times“ am Montag.

          Weitere Ziele der Initiative sind laut Programm, für mehr Geschlechtergleichheit in Filmstudios und Talentagenturen zu sorgen und Gesetze durchzusetzen, die Firmen für sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz bestrafen.

          „Time’s Up“ ist eine Folge des Skandals um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, der mehr als hundert Frauen sexuell belästigt oder gar vergewaltigt haben soll. Seit Bekanntwerden des Falls im Oktober wurden Missbrauchsvorwürfe gegen dutzende weitere Mitarbeiter der amerikanischen Filmindustrie sowie gegen Politiker, Medienvertreter und Wirtschaftsbosse erhoben.

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