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Hollywood-Hochzeit : Kochtopf, Kamm und Katze für Katie

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Der Beweis: Sie haben's getan Bild: AP

Viel zu sehen gab es nicht für die Fans bei der Hochzeit von Katie Holmes und Tom Cruise im italienischen Bracciano. Abgeschottet in einer Trutzburg heirateten sie nach den Regeln von Scientology - ungewöhnliche Hochzeitsgeschenke inklusive.

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          „Traumhochzeit“ im Verborgenen: Mit einem Mißklang wegen allzu großer Geheimhaltung ist die Trauung von Hollywoodstar Tom Cruise und Katie Holmes im italienischen Bracciano zu Ende gegangen. Die Bürgermeisterin des Ortes, Patrizia Riccioni, kritisierte, daß die „Brautleute sich nicht einmal einen Augenblick der Öffentlichkeit präsentierten“. Viele Fans zeigten sich am Samstag enttäuscht, weil sie nicht einmal einen kurzen Blick auf die Gäste werfen konnten, darunter Filmgrößen wie Jennifer Lopez und Will Smith, Brooke Shields und Jim Carrey sowie VIPs wie David und Victoria Beckham oder Georgio Armani.

          „200 Gäste sind in Bracciano, aber niemand schafft es, sie zu sehen“, monierte das staatliche italienische Fernsehen. Den Angaben zufolge wurden die Exklusivrechte an den Fernsehbildern für das Spektakel für zwei Millionen Dollar verkauft. Allerdings blieben viele Stars wie etwa George Clooney oder Steven Spielberg aus, die zuvor angekündigt worden waren. Es ist die dritte Hochzeit von Tom Cruise („Top Gun“, „Mission: Impossible“), der zuvor bereits mit den Schauspielerinnen Mimi Rogers und Nicole Kidman verheiratet gewesen war. Immer wieder hieß es, mit einer glanzvoll inszenierten Feier sollte das derzeit ramponierte Image von Cruise aufpoliert werden.

          Nur kurz hatte sich vor der Hochzeit die Braut Katie Holmes am Burgfenster gezeigt. Sie trug eine schlichte dunkle Weste, ihr Lächeln war allerliebst, huldvoll winkte sie den Fans zu. Nach ein paar Sekunden zog sich die Braut wieder zurück. So haben sich schon im Mittelalter die Burgfräuleins den Untertanen präsentiert: Immer gebührend Abstand halten, doch ein kurzes Lächeln darf man bei großen Ereignissen dem Volk schon schenken.

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          Kochtopf, Kamm und Katze

          Wie das italienische Fernsehen berichtete, gab sich das Paar nach dem Ritus der Scientology-Organisation das Ja-Wort. „Dabei schenkte Cruise seiner Braut nach Sitte der Sekte einen Kochtopf, einen Kamm und eine Katze.“ Abschluß der Feier war ein prächtiges Feuerwerk. Die Party fand im mittelalterlichen Schloß von Bracciano statt. Zeitweise war die halbe Stadt abgesperrt, so daß die Fans nicht einmal die anfahrenden Stars sehen konnten. Kameraleute hatten zuvor 1000 Euro für einen Fensterplatz mit Blick auf die Burg ausgegeben. Nicht mal die schicken Stretchlimousinen, mit denen ansonsten die Hollywood-Größen hin- und herfahren, kamen zum Einsatz, wie manche Fans bitter bemerken. „Die Gassen von Bracciano sind einfach zu eng.“

          Selbst das Menu blieb zunächst ein Geheimnis. Entgegen Ankündigungen habe der Startenor Andrea Bocelli, der unter den Gästen war, nicht das bekannte Lied „Ave Maria“ nach der Trauung gesungen, sondern eine Serenade. Unwidersprochen sind dagegen Berichte über ein pikantes Detail des Ehevertrages, mit dem „Cruise & Holmes“ sich vom Fremdgehen abhalten wollen: Demnach müsse derjenige fünf Millionen Dollar Strafe zahlen, wer im ersten Ehejahr einen Seitensprung begeht. Nach italienischen Fernsehberichten wird das Paar in der kommenden Woche in Las Vegas auch noch standesamtlich heiraten. Nach amerikanischem Recht sei dies bei im Ausland geschlossenen Ehen amerikanischer Bürger nötig, hieß es.

          „Eine Scientology-Trauung ist eigentlich eine ganz traditionelle Angelegenheit“, meinte ein Sprecher der Organisation. „Der Vater der Braut führt seine Tochter zum Altar.“ Nur das Treuegelöbnis weiche dann vom christlichen „bis daß der Tod Euch scheide“ erheblich ab. „Es handele sich um ein sehr persönliches Versprechen, bei dem es viele Varianten gibt.“ Eines sei aber klar: Die Braut trage meist Weiß, der Mann Schwarz.

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