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Hiphop-Star Shirin David : Sie ist die neue Leitkultur

Feminismus als Recht, sich ausziehen zu dürfen: Shirin David Bild: Universal Music

Dank Hiphop und Social Media ist Shirin David zu einem Idol der Jugend geworden. Nicht alles, was sie tut, muss man mögen – doch es verdient Respekt.

          10 Min.

          Es war einmal eine junge Frau, die liebte die Kunst und träumte von der Freiheit. Die Mona Lisa wollte sie sehen, ein einziges Mal nur, doch vom sowjetischen Litauen, wo sie lebte, schien ihr der Louvre so fern wie der Mond. Als sie unverhofft endlich reisen durfte, blieb sie in Deutschland hängen, und dass sie dessen Sprache kaum beherrschte, schreckte sie wenig, denn sie glaubte an die Verständigung durch Kunst: Nachdem sie sich ein paar Jahre mit wechselnden Jobs durchgeschlagen hatte, verwirklichte sie sich ihren Traum und eröffnete in Hamburg eine kleine Galerie, in der sie Werke aus ihrer Heimat zeigte.

          Jörg Thomann
          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Schon zuvor hatte sich Erika, so hieß die junge Frau, in einen Mann verliebt, der aus einer anderen Fremde kam, aus Iran; sie bekamen zwei Töchter, Barbara und Patricia. Es war keine Kindheit im Wohlstand, doch eine voller Kunst: Die Mutter finanzierte den Mädchen Klavier-, Oboen-, Saxophon- und Geigenstunden, und sie schaffte es, die beiden an einer Ballettschule unterzubringen, obwohl sie für die Aufnahme dort in Wahrheit noch zu jung waren.

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