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Herzogin von Cambridge : Königshaus klagt mit allen Mitteln gegen Nacktbilder

Wieder einer oben ohne: Der Herzog und die Herzogin werden auf den Salomonen begrüßt. Bild: dapd

Nach einer einstweiligen Verfügung haben Prinz William und seine Frau Kate auch einen Strafantrag wegen der Verbreitung der Nacktfotos der Herzogin von Cambridge gestellt. William will die Fotografen „im Gefängnis sehen“. Ein italienisches Magazin veröffentlicht weitere Bilder.

          Mit allen rechtlichen Mitteln wollen Prinz William und seine Frau Kate gegen die Verbreitung der heimlich aufgenommenen Oben-ohne-Fotos von der Herzogin von Cambridge vorgehen. Nach dem Antrag auf einstweilige Verfügung, über den am Montag das Gericht in Nanterre bei Paris beriet, stellte das britische Königshaus am Montag auch einen Strafantrag gegen Unbekannt. Laut der britischen Zeitung „Daily Mirror“ soll William gesagt haben, er wolle die Fotografen „im Gefängnis sehen“.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Das zum Medienimperium Silvio Berlusconis gehörende französische Klatschmagazin „Closer“ hatte am Freitag Fotos der beiden beim Sonnenbad „oben ohne“ veröffentlicht. Sie entstanden bei einem privaten Urlaubsaufenthalt des Paars in Südfrankreich. In Frankreich gelten sehr strenge Regelungen für Veröffentlichungen aus der Privatsphäre. Das Magazin „Closer“ rechtfertigte sich mit den Worten, die Sonnenterrasse des Châteaus d’Autet in Viens, das einem Neffen der Königin, David Linley Windsor, gehört, sei von einer öffentlichen Straße einsehbar.

          Die Fotos zeigen Kate nur mit Bikinihöschen, wie sie ihrem Mann den Rücken eincremt. Aus Williams Büro hieß es, Geldgier sei die einzige Motivation bei der Verbreitung der Fotos. Das italienisches Klatschmagazin „Chi“, das ebenfalls zum Mondadori-Verlag des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi gehört, verteidigte am Montag die Veröffentlichung der Fotos. Seiner „bescheidenen Meinung“ nach sollte der Palast die Sache mit Humor nehmen, schrieb Chefredakteur Alfonso Signorini.

          Statt auf die Medien wütend zu sein, „die nur ihr Recht, zu informieren, ausübten“, sollte das Königshaus den Bericht „mit typischem britischen Humor nehmen und sagen: ,Na und?‘“ In einer Sonderausgabe über Kate und das britische Königshaus mit 28Seiten druckte „Chi“ nicht nur 18 der Paparazzifotos ab, sondern spekulierte sogar noch über die Echtheit der Oberweite Kates. Das Prinzenpaar ist derzeit auf einer Asien- und Pazifikreise anlässlich des 60. Thronjubiläums von Königin Elisabeth II.

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