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Extrem-Sommer und Klimawandel : Heißzeit ist das „Wort des Jahres“

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Wort des Jahres: Heißzeit. Bild: dpa

Die Gesellschaft für deutsche Sprache kürt „Heißzeit“ zum „Wort des Jahres“. Grund dafür: Die extremen Temperaturen im Sommer und der Klimawandel. Auch Platz zwei und drei zeigen, was Deutschland 2018 beschäftigt hat.

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          Das „Wort des Jahres 2018“ lautet Heißzeit. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag in Wiesbaden bekannt. Das Wort thematisiere nicht nur einen extremen Sommer, der gefühlt von April bis November gedauert habe. Es spiele auch auf eines der gravierendsten globalen Phänomene des frühen 21. Jahrhunderts an, den Klimawandel, teilte die Jury mit. Mit der lautlichen Analogie zu Eiszeit erhalte der Ausdruck eine epochale Dimension und verweise auf eine sich möglicherweise ändernde Klimaperiode.

          Auf den zweiten Platz wählte die Jury das Wort Funklochrepublik. Vor allem auf dem Land sei in Deutschland die Mobilfunkabdeckung vergleichsweise schlecht. Den dritten Platz belegte der Begriff Ankerzentren. Das erste Wortglied „Anker“ stehe hier nicht für Fixierung oder Sicherung wie beim Anker eines Schiffs, sondern für die Anfangsbuchstaben von „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“ von Flüchtlingen und Migranten.

          Die „Wörter des Jahres“ wurden 2018 zum 42. Mal in Folge bekanntgegeben. Traditionell suchen die Mitglieder des Hauptvorstandes und die wissenschaftlichen Mitarbeiter der GfdS nicht nach den am häufigsten verwendeten Ausdrücken, sondern wählen solche, die das zu Ende gehende Jahr in besonderer Weise charakterisieren. Das erste Wort des Jahres war 1977 „Szene“. Im vergangenen Jahr lautete es „Jamaika-Aus“, es bezeichnete das Scheitern der Bemühungen um die Bildung einer Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen.

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