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Hautcreme-Urteil : Uschi Glas geht in die Berufung

  • Aktualisiert am

Glaubt weiter an ihre Crème: Uschi Glas Bild: dpa/dpaweb

Für sie ist es eine Frage der Ehre: Daß die Stiftung Warentest mit gerichtlichem Segen ihre Hautcreme als „mangelhaft“ bezeichnen darf, will Uschi Glas nicht akzeptieren. Sie legt Berufung gegen das Urteil ein.

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          Der Streit um eine von Schauspielerin Uschi Glas vermarktete Hautcreme geht in eine neue Runde. Gegen ein Urteil des Berliner Landgerichts, wonach die Stiftung Warentest die Schönheitspflege weiterhin „mangelhaft“ nennen darf, wurde Berufung eingelegt. Dies berichtete das Berliner Kammergericht am Dienstag. Das Landgericht hatte die Klage der Herstellerfirma 4S-Marketing GmbH gegen die Stiftung wegen der Veröffentlichung des Tests abgewiesen.

          Das Büro von Kläger-Anwältin Tanja Irion sagte, jetzt werde die schriftliche Begründung für die Berufung erarbeitet. Laut Gericht ist dafür bis zum 1. Juli Zeit. Ein Termin für das Verfahren stehe noch nicht fest.

          Hoher Imageschaden

          Über das Urteil Mitte April hatte sich die Schauspielerin entsetzt gezeigt. „Das verlangt meine Ehre, daß ich weiter kämpfe“, hatte die 61 Jahre alte Schauspielerin gesagt. Neben wirtschaftlichen Verlusten sei der Mimin ein
          hoher Imageschaden entstanden, hatte Anwältin Irion gesagt. Glas vertreibt über den Fernsehkanal Home Shopping Europe rund 60 Produkte einer Serie zur Gesichts- und Körperpflege.

          Laut Gericht hatte die Klägerseite nicht nachgewiesen, daß die Tests der Stiftung fehlerhaft waren. 29 Frauen hatten die Creme einen Monat lang getestet. Bei einem Teil der Probandinnen traten laut Testbericht unangenehme Hautreaktionen auf. Sieben Frauen brachen den Test vorzeitig ab.

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