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Starke Bäume und Robben : Gute Nachrichten, die Sie verpasst haben dürften

  • Aktualisiert am

Der blauhalsige Andenkolibri wurde im wenig erforschten Gebiet in der Provinz Loja gefunden. Bild: F. Sornoza/Auk/dpa

Nach einem großen Feuer wachsen wieder Pflanzen, Frauen dürfen einen Hindu-Tempel betreten und es wurde eine neue Kolibri-Art entdeckt: Das sind die erfreulichen Meldungen, die in dieser Woche zu kurz gekommen sind.

          Die Nachrichten sind scheinbar voll von negativen Meldungen. Dabei passieren jede Woche auch gute Sachen. Manche lassen hoffen – und andere bringen einfach nur zum schmunzeln. Um Ihnen den Start ins Wochenende zu verschönern, fassen wir jeden Freitag zusammen, was Sie in dieser Woche an erfreulichen Meldungen verpasst haben könnten.

          Bäume, die leben wollen

          Auch in diesem, sehr trockenen Sommer, gab es gehäuft Waldbrände, in einige Regionen auf der Welt wüten jedes Jahr riesige Flächenbränden. Doch ein Artikel der New York Times zeigt, dass das Feuer auch wieder Leben hervor bringen kann. In den New Jersey Pinelands hatte ein Waldbrand im April eine riesige Fläche vernichtet. Doch elf Wochen später brachen erste Blaubeerbüsche durch den trockenen Boden. Ein Gras, das nur nach dem Feuer blüht, hat Samen hervorgebracht. Aus den verbrannten Stämmen wuchsen Pechkiefernnadeln. „Feuer und Kiefern gehen zusammen wie Erbsen und Karotten“, sagte Bernie Isaacson vom New Jersey Forstdienst der New York Times. „Wir scherzen, dass Pechkiefern nicht wissen, wann sie sterben sollen.“

          Frauen dürfen in Hindu-Tempel

          Seit Jahrhunderten dürfen Frauen, im Alter von zehn bis 50 Jahren – dem „Menstruationsalter“ – den Sabarimala-Tempel im südindischen Bundesstaat Kerala nicht betreten. Damit sollte die Keuschheit der Tempel-Gottheit Ayappa geschützt werden. Dieses Verbot hob nun das Oberste Gericht in Neu Dehli auf. Ihre traditionelle Verbannung verletze den Gleichheitssatz, argumentierte die Mehrheit der fünf Richter. Da die Ayappa-Verehrer keine eigene Konfession darstellten, falle dies nicht unter die Religionsfreiheit. Es ist ein weiteres Gesetz in einer Reihe von bedeutenden Urteilen derzeit in Indien. Auch Gesetze aus der britischen Kolonialzeit werden derzeit gekippt, wie das gegen gleichgeschlechtlichen Sex oder eines, das Ehebruch unter Strafe stellte, wenn das Einverständnis des Ehemannes nicht eingeholt worden war. Chefrichter Dipak Misra gab hier ebenfalls an, dass die Gleichberechtigung von Männern und Frauen verletzt werde.

          Neue Kolibri-Art entdeckt

          Ständig gibt es neue, alarmierende Meldungen darüber, dass eine weitere Spezies kurz vor dem Aussterben steht. Da tut es gut zu hören, dass auch noch neue Arten entdeckt werden, wie ein Kolibri in Ecuador. Insgesamt gibt es über 300 Arten von Kolibris, verteilt über den amerikanischen Doppelkontinent und die Karibik. Allein um Ecuadors Hauptstadt Quito existieren 55 verschiedene Gattungen. Nun gibt es eine mehr: den „blue-throated Hillstar“, zu deutsch: blauhalsiger Andenkolibri. Das Markenzeichen der Art sind schillernde blaue Federn am Hals. Bei all der Freude bleibt allerdings ein Haken: der kleine Vogel ist mit seinen nur 300 Artgenossen ebenfalls bedroht. Es bleibt zu hoffen, dass ihre Entdeckung nun den Fortbestand des Andenkolibris sichert.

          Eine Robbe erobert sich ihr Zuhause zurück

          Ständig werden Meeresbewohner von Paddlern gestört. Da ist es nur verständlich, dass sie auch mal zurückschlagen, schließlich müssen sie sich nicht alles gefallen lassen. Vor der Küste Neuseelands hat nun eine Robbe einem Kajakfahrer deutlich gezeigt, was sie von ihm hält: Sie schleuderte ihm einen Tintenfisch ins Gesicht. „Ich weiß nicht, wer am meisten erschrocken ist: die Robbe, der Tintenfisch oder ich“, berichtete der getroffene Fotograf Kyle Mulinder der Zeitung „New Zealand Herald“ nach dem Vorfall. Wir vermuten eher einen geplanten Angriff der Robbe – vielleicht ja sogar in Absprache mit dem Tintenfisch.

          HIV-Tests ab Samstag frei erhältlich

          Wer fürchtet, sich mit dem HI-Virus infiziert zu haben, muss für einen Test nicht länger zum Arzt gehen. Ab Samstag ist ein Selbsttest in Apotheken und auch in einzelnen Drogerien erhältlich. Einen entsprechenden Beschluss hat die Bundesregierung bereits vergangene Woche verabschiedet – und auch schnell umgesetzt. Durch die einfache Verfügbarkeit des Test sollen Betroffene früher von einer Infektion erfahren und sich behandeln lassen, hofft die Bundesregierung. 

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