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William und Harry : Versöhnung zwischen den Brüdern in Sicht?

Nach dem Interview mit Oprah Winfrey treibt nicht nur einen Keil, sondern auch einen Cousin zwischen Prinz William und Harry. Bild: AP

Nach dem Interview mit Oprah Winfrey kriselt es in der britischen Königsfamilie. Anlässlich der Trauerfeier für seinen Großvater kehrte Prinz Harry in die Heimat zurück – kam es danach zur Versöhnung mit Bruder und Vater?

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          Schon im Vorfeld der Trauerfeier für Prinz Philip war es die Frage aller Fragen: Werden sich seine Enkel Prinz William und Prinz Harry versöhnen? Nachdem letzterer im Zuge eines Interviews mit Oprah Winfrey gesagt hatte, sein Bruder sei in der britischen Königsfamilie „gefangen“? Millionen von Zuschauer verfolgten am Samstag – zum Teil bestimmt auch aus diesem Grund – das Trauerzeremoniell für den Gemahl von Königin Elisabeth II., der am 9. April im Alter von 99 Jahren gestorben war.

          Johanna Christner
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Prinz William soll im Vorfeld angemerkt haben, den Trauermarsch nicht Seite an Seite mit seinem jüngeren Bruder begehen zu wollen. Womöglich aus diesem Grund stand während jener acht Minuten Cousin Peter Phillips, Sohn von Prinzessin Anne, zwischen den Brüdern. Interessanter wurde es jedoch danach: Während sich die Königin nach der fünfzigminütigen Trauerfeier in ihre privaten Gemächer zurückzog, kam es nach dem Abschied von Prinz Philip wohl auch zu einem zweistündigen Gespräch zwischen den Söhnen von Prinzessin Diana und Thronfolger Charles. Fernab der Kameras kamen sie hierzu mit ihrem Vater im Schloss Windsor zusammen, berichteten britische Medien. War es eine Aussprache?

          „So wie er es sich gewünscht hätte“

          In Großbritannien wollen Lippenleser zumindest die Gespräche zuvor entziffert haben. Die Trauerfeier für ihren Großvater sei toll gewesen, soll Harry demnach zu seinem älteren Bruder gesagt haben, woraufhin dieser geantwortet habe: „So wie er es sich gewünscht hätte.“ Prinz William hatte vorher zu Ehren seines Großvaters ein Statement veröffentlicht. „Ich werde meinen Großvater vermissen“, schrieb er darin. „Aber er würde von uns wollen, dass wir die Arbeit fortsetzen.“ Auch Prinz Harry betrauerte Prinz Philip in einem eigenen Statement. Darin lobte er den „scharfen“ Humor seines Großvaters. „Mit seinem Charme konnte er die Aufmerksamkeit eines jeden Raumes auf sich lenken – auch weil man nie wusste, was er als Nächstes sagen würde.“

          Die britische Königsfamilie hinter Prinz Philips Sarg, auf dem seine Offiziersmütze und weitere Insignien seiner langen Militärkarriere plaziert wurden.
          Die britische Königsfamilie hinter Prinz Philips Sarg, auf dem seine Offiziersmütze und weitere Insignien seiner langen Militärkarriere plaziert wurden. : Bild: dpa

          Zunächst hieß es, dass Harry bereits zwei Tage nach der Beerdigung die Heimreise zur schwangeren Gattin und Sohn Archie nach Los Angeles antreten würde. Und das, obwohl am Mittwoch der 95. Geburtstag seiner Großmutter im Kalender steht. Herzogin Meghan befindet sich allerdings im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft, in Hinblick auf ihre Fehlgeburt im vergangenen Jahr ist zudem besondere Vorsicht und Fürsorge geboten. Bislang ist Harry aber noch nicht abgereist – auch das deutet auf eine Entspannung hin.

          Und falls es am Geburtstag der Königin nichts wird, hoffen Fans des britischen Königshauses auf eine große Versöhnung der Brüder im Juli – da soll in Gedenken an ihre Mutter Prinzessin Diana eine Statue im Kensington-Palast enthüllt werden. 

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