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Nach Krisengespräch mit Queen : Raum für neue Meghan-Thesen

Haben den Wunsch ein unabhängigeres Leben als Familie zu führen: Meghan und Harry (Archivbild aus dem Juni 2019) Bild: AFP

Queen Elisabeth II. hat den Wunsch ihres Enkels abgesegnet, mit seiner Familie ein vom Palast unabhängigeres Leben zu führen. Sie sprach von einer „Übergangsperiode“. Das wirft neue Fragen auf.

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          Am Tag nach dem Krisentreffen in Sandringham demonstrierte Prinz William die Rückkehr zur Normalität. Nachdem er am Dienstagmorgen seine drei Kinder zur Schule und in den Kindergarten gebracht hatte, zeigte er sich bei einer Veranstaltung in London locker und zuweilen grinsend. Aus Sicht des Hauses Windsor ist die Spannung gelöst worden, welche die angekündigte Distanzierung Prinz Harrys und seiner Frau Meghan von den Pflichten der Königsfamilie in den vergangenen Tagen aufgebaut hatte.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Königin Elisabeth II. hatte noch am Montagabend eine seltene Erklärung an die Presse gegeben, in der sie der „Sehnsucht“ ihres Enkels, ein neues Leben als junge Familie aufzubauen, „volle Unterstützung“ zusagte. Sie hätte es zwar „vorgezogen, wenn Harry und Meghan vollzeitbeschäftigte Mitglieder der königlichen Familie geblieben wären“, gab die Königin zu, sie zeigte aber Respekt „vor dem Wunsch, ein unabhängigeres Leben als Familie zu führen und gleichzeitig ein geschätzter Teil meiner Familie zu bleiben“.

          Die Herzogin von Sussex war nicht zugeschaltet worden

          Damit ist von höchster Stelle abgesegnet, dass der Herzog und die Herzogin von Sussex von nun an ihr Leben zwischen Großbritannien und Kanada aufteilen. Dass die Königin von einer „Übergangsperiode“ spricht, öffnete allerdings Raum für neue Spekulationen: „Wie lange dauert sie, wofür ist sie da, und wo führt sie hin?“, fragte eine Zeitung am Dienstag. Auch die Fragen über die künftige Ausstattung des Paares mit Geld, Leibwächtern und Titeln ist noch ungelöst. Die Queen bezeichnete dies als „komplexe Angelegenheiten“, die in den kommenden Tagen geregelt würden. Ein Biograph der Königsfamilie sprach von einer „ziemlich warmen und versöhnlichen Erklärung, die überhaupt nichts sagt“.

          Immerhin wurde am Dienstag bekannt, dass die grundsätzliche Einigung im engsten Familienrat beschlossen wurde. Die Herzogin von Sussex war – entgegen vieler Spekulationen – nicht aus Kanada zugeschaltet worden. Das sei von den Sussexes „für nicht nötig“ befunden worden, sagte ein Palastsprecher am Dienstag. Manche spekulierten hingegen, dass die königlichen Berater von einer Telefonschaltung abgeraten hätten – wegen des Risikos, abgehört zu werden.

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