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Interessenskonflikt : Schröders neue Freundin erhielt schriftliche Abmahnung

  • Aktualisiert am

Vergangene Woche präsentierte Schröder seine Biografie in Südkorea. Bild: Picture-Alliance

Gerhard Schröders neue Freundin Kim So-Yeon hat Ärger mit „NRW Invest“. Die Koreanerin ist Repräsentantin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Diese wirft ihr unzulässige Interessensverquickung vor.

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          Kurz nach dem Bekanntwerden der Beziehung von Gerhard Schröder mit der Koreanerin Kim So-Yeon ist die Neue des Altkanzlers unter Beschuss geraten. Wie der „Stern“ berichtet, gab es Ungereimtheiten in Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Schröders 2006 erschienener Autobiographie in Südkorea.

          Diese hatte Schröder am Dienstag vergangener Woche in Seoul vorgestellt. Kim hatte das Buch übersetzt und ihn als Dolmetscherin begleitet. Sie betreibt eine Übersetzerfirma in Seoul. Außerdem ist Kim Repräsentantin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „NRW Invest“, die dem Land Nordrhein-Westfalen gehört. Bei der Buchung von Hotelzimmern für die Buchvorstellung soll eine Mitarbeiterin Kims die Adresse von „NRW Invest“ angegeben haben – obwohl diese mit der Autobiographie nichts zu tun hat.

          Wie Anfragen des „Stern“ ergaben, hat Kim deshalb eine „schriftliche Abmahnung“ bekommen. Ihr Dolmetscherunternehmen habe hier „unzulässigerweise seine wirtschaftlichen Interessen mit Dritten mit seinen Aufgaben für 'NRW Invest' verquickt, indem es im Namen von 'NRW Invest' in diesem Zusammenhang aufgetreten ist“, teilte die Gesellschaft mit.

          Die Beziehung zu Kim wurde erst diese Woche öffentlich

          Schröders Biographie „Entscheidungen“ erschien bereits 2006 und wurde unter anderem ins Albanische, Russische und Ungarische übersetzt. Die Weltrechte an dem Buch hält der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer. Laut „Stern“ ließ sein Büro Anfragen zu der Angelegenheit unbeantwortet, ebenso wie das Büro von Alt-Kanzler Schröder selbst.

          Über die Beziehung von Kim und Schröder hatten am Mittwoch zuerst die „Bunte“ und die „Bild“ berichtet. Schröders vierte Ehefrau Doris Schröder-Köpf bestätigte die Beziehung der beiden. „Frau Kim war im Frühjahr 2016 der Anlass, wenn auch nicht der alleinige Grund, für die endgültige Trennung.“ Allerdings habe Kim um Diskretion gebeten, da sie „erst ihre privaten Verhältnisse ordnen wollte“. Kim hat eine Tochter in Korea.

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