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Generalprobe für Weihnachten : Zu Halloween gibt es immer mehr Süßes

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Süßes oder Saures: Mit Leckereien lassen sich die bösen Geister vertreiben. Bild: dpa

Süßwarenhersteller machen einen immer größeren Teil ihres Umsatz zur Halloween-Zeit. Nur spezielle Halloween-Süßigkeiten sind noch nicht so beliebt wie Schoko-Weihnachtsmänner.

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          Halloween kurbelt inzwischen auch in Deutschland den Süßigkeitenkonsum immer mehr an. „Auf dem Süßigkeiten-Markt hat sich Halloween als eine Art Generalprobe für den großen Süßigkeiteneinkauf zu Weihnachten etabliert“, sagte Michael Griess vom Marktforschungsinstitut Nielsen.

          Im vergangenen Jahr lagen die Süßigkeitenumsätze Nielsen zufolge in der Halloween-Woche rund um den 31. Oktober mit rund 209 Millionen Euro um gut 18 Prozent über den Verkaufszahlen in der Monatsmitte. Der Absatz von Schokoladenriegeln habe in der Halloween-Woche sogar um 35 Prozent zugenommen. Durchschnittlich gab jeder Deutsche im Oktober vergangenen Jahres demnach mit rund 17,30 Euro etwa fünf Euro mehr für Süßigkeiten aus als im September.

          Eine eher untergeordnete Rolle spielen bislang allerdings noch spezielle Halloween-Süßigkeiten. Während zu Ostern über 40 Prozent der Süßwarenumsätze auf Saisonartikel wie Ostereier oder Schokohasen entfallen, machten Produkte wie Schoko-Kürbisse oder Weingummi-Spinnen im vergangenen Jahr lediglich etwas mehr als ein Prozent des Halloween-Geschäfts aus.

          Doch wächst der Markt schnell. „Während die Umsatzbedeutung von Osterartikeln seit Jahren zurückgeht, hat sich der Umsatzanteil der Halloween-Leckereien von 2013 bis 2015 mehr als verdoppelt“, berichtet Griess.

          Allgemeine Infos über Halloween

          Im Oktober ist Hochsaison für Hexen, Gespenster, Geister und alle, die sich gerne Gruseln, denn am 31. Oktober ist Halloween. Halloween benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Fest Allerheiligen. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet, das die irischen Einwanderer in Erinnerung an die Heimat in Amerika weiter pflegten und ausbauten.

          Der bekannteste Brauch in Nordamerika besteht darin, dass Kinder von Haus zu Haus gehen und mit „Süßes oder Saures“ (englisch: „trick or treat“) die Bewohner auffordern, ihnen Süßigkeiten zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen. Kostüme sind zu Halloween sehr beliebt. Kinder wie Erwachsene verkleiden sich als Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Vampire und Ähnliches. Typische Halloween-Farben sind schwarz, orange, grau, weiß, gelb und rot. Der Brauch, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen, stammt aus Irland. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war der Jack Oldfield-Sage nach eine beleuchtete Rübe. Da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man aber stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.

          Amerikanische Halloween-Bräuche verbreiteten sich im Verlauf der 1990er Jahre nach Europa, wo sie einen fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika haben. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So vermischten sich insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern mit Halloween, genauso nahmen traditionelle Kürbisanbaugebiete wie die Steiermark oder der Spreewald Halloween schnell auf.

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