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Will mit einem Stand-up-Paddelbrett den Atlantik überqueren: Gabor Rakonczay Bild: Picture-Alliance

Gabor Rakonczay : Mit dem SUP über den Atlantik

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Eine Fernreise in Pandemie-Zeiten? Spezielle Umstände machen es möglich: Der Ungar Gabor Rakonczay plant, den Atlantik zu überqueren – und zwar mit einem selbstgebauten Stand-up-Paddelbrett.

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          Fernreisen sind zurzeit ja eher schwierig, der Fall von Gabor Rakonczay aber ist doch ziemlich speziell – Probleme mit Abstandsregeln jedenfalls wird er unterwegs nicht bekommen. Der 39 Jahre alte Ungar bricht in diesen Tagen mit einem Stand-up-Paddelbrett zu einer Atlantiküberquerung auf.

          In 60 bis 70 Tagen will er mit dem fünfeinhalb Meter langen, eineinhalb Meter breiten Brett die 5200 Kilometer von der spanischen Kanareninsel Gran Canaria bis zur Karibikinsel Antigua zurücklegen. Das selbstgebaute Brett verfügt über Kiel und Ruder, bietet aber keine Aufbauten, in die er sich bei Stürmen zurückziehen könnte. Schlafen muss er im Freien, er plant mit 20-Minuten-Power-Naps, mit einer Leine am Brett gesichert. In Staufächern führt er Ausrüstung und Nahrung für 70 Tage mit sich, plus einen Monat Reserveverpflegung.

          Für Notfälle hat er mehrere Sender, zwei Satellitentelefone und ein Rettungsboot an Bord, schließlich weiß er genau, was auf ihn zukommen könnte in nächster Zeit – Rakonczay hat 2012 schon alleine in einem Kanu den Atlantik überquert, unter teils abenteuerlichen Umständen. Damals galt er wochenlang als vermisst, weil das Kommunikationssystem ausgefallen war. 2019 war er der erste Ungar, der nach 950 Kilometer Fußmarsch den Südpol erreichte.

          In einem Interview danach führte er den besten Ratschlag seines Lebens an: „Dein Ziel sollte nicht sein, so viele Expeditionen wie möglich zu unternehmen, sondern zu überleben und alt zu werden, damit du die Geschichten deiner Reisen mal deinen Enkeln erzählen kannst, wenn du 80 bist.“ Zum Stand-up-Paddeln könnte es eine ziemlich lange Geschichte geben.

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