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Weibliche Brustwarzen verboten : Recht auf „oben ohne“ beschäftigt Supreme Court

  • -Aktualisiert am

Demonstranten halten ausgedruckte Brustwarzen im Juni in New York in die Höhe. Ihr Protest richtete sich gegen Richtlinien von Facebook und Instagram. Bild: AFP

Drei Frauen sonnten sich an einem Strand in New Hampshire – oben ohne. Was bei Männern erlaubt ist, führte bei ihnen zu Verhaftung und Anzeige. Jetzt wollen die Frauen vor den Obersten Gerichtshof ziehen.

          Drei Amerikanerinnen aus dem Bundesstaat New Hampshire sind vor den Supreme Court gezogen, um das Verbot aufheben zu lassen, sich in der Öffentlichkeit mit nacktem Oberkörper zu zeigen. Ginger Pierro und ihre Mitstreiterinnen waren wegen der Entblößung ihrer Brüste am Strand von Laconia verhaftet und verurteilt worden. Das Gericht berief sich auf eine Regelung der Stadt, die „das Zeigen der weiblichen Brust mit weniger als einer undurchsichtigen Bedeckung der kompletten Brustwarze“ verbietet.

          Verschiedene Gerichte wiesen die Berufungsanträge der Frauen zurück. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats New Hampshire erkannte zwar eine Ungleichbehandlung von Frauen und Männern durch das Gesetz an. Gleichzeitig verwies es aber darauf, dass der Begriff von Nacktheit nicht für beide Geschlechter identisch sei. Das öffentliche Zurschaustellen der weiblichen Brust habe in der Regel einen sexuellen Unterton, der nackte Oberkörper eines Mannes dagegen nicht.

          Wie Pierro, Kia Sinclair und Heidi Lilley in ihrem Antrag an den Supreme Court schrieben, fühlten sie sich als Frauen durch das „Topless“-Verbot der Stadtverwaltung benachteiligt. Zudem fördere es die sexuelle Objektifizierung von Frauen. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entscheidet voraussichtlich Anfang Oktober, ob es Pierros „Free the Nipple Case“ zulässt.

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