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Philippa Strache : Mit dem Sohn zu den Eltern?

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Die Straches lernten sich 2014 auf einer Geburtstagsfeier kennen, zwei Jahre später heirateten sie. Bild: EPA

Philippa Strache, die Ehefrau von Heinz-Christian Strache, soll nach dem Skandal um den FPÖ-Politiker zu ihren Eltern gezogen sein. Der Sohn des Paares war erst im Januar zur Welt gekommen.

          Nicht nur politisch, auch privat wird es um den ehemaligen österreichischen Vizekanzler und Vorsitzenden der Partei FPÖ, Heinz-Christian Strache, immer einsamer. Wie die Wiener Boulevardzeitung „Krone“ meldet, ist Straches Ehefrau Philippa am Montag mit dem gemeinsamen, erst vier Monate alten Sohn zu ihren Eltern gezogen. Das hätten „engste Freunde“ berichtet. „Ich muss und will jetzt für meinen Sohn stark sein. Er gibt mir unheimlich viel Kraft“, zitierte die Zeitung Philippa Strache. Ihr Naturell sei es, nach vorne zu blicken und sich auf das Kind und auf ihr Engagement im Tierschutz zu konzentrieren. Ihr Mann habe einen Fehler gemacht: „Er muss dazu stehen und mit den bitteren Konsequenzen leben.“

          Der 49 Jahre alte Politiker war am Samstag nach Bekanntwerden eines kompromittierenden Videos von seinen Ämtern zurückgetreten. Die Enthüllungen rund um Straches Treffen mit der vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen hatten am Wochenende die Regierungskoalition seiner FPÖ mit der konservativen Volkspartei ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz zu Fall gebracht.

          Die von ihren Freunden „Phibi“ gennannte Philippa Strache war ebenfalls politisch aktiv, zunächst für die Fraktion der sozialdemokratischen SPÖ, später für die Partei des Unternehmers Frank Stronach. Die geborene Philippa Beck arbeitete auch als Model und Fernsehmoderatorin. Sie lernte Strache 2014 auf einer Geburtstagsfeier kennen, zwei Jahre später heirateten sie. Strache hatte da schon zwei Kinder aus erster Ehe. Bei seiner Rücktrittsrede hatte sich Strache bei seiner Frau entschuldigt, dem „wichtigsten Menschen in meinem Leben“. In dem Video hatte er seinem FPÖ-Kollegen Johann Gudenus gegenüber gesagt, die russische Gesprächspartnerin sei „scharf“.

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