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Vorwürfe sexueller Belästigung : Bill O’Reilly zahlt Schweigegeld

  • Aktualisiert am

Der Moderator in der Kulisse seiner Show „The O’Reilly Factor“ Bild: Reuters

Bill O’Reilly ist der lauteste der konservativen Moderatoren Amerikas und für seinen Sender Fox News unersetzlich. Er und sein Arbeitgeber sollen hohe Summen gezahlt haben – wegen Vorwürfen sexueller Belästigung.

          Seine Sendung heißt „The O'Reilly Factor“, und ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Zuschauer und möglichst laut vorgetragene konservative Positionen ist der Moderator Bill O'Reilly für seinen Sender Fox News in jedem Fall. Nun aber schlägt dieser Faktor auf andere Weise ins Kontor: Wie die „New York Times“ berichtet, haben der Sender und Bill O'Reilly selbst in den vergangenen Jahren insgesamt dreizehn Millionen Dollar an fünf Frauen gezahlt, die dem Moderator sexuelle Belästigung vorwarfen.

          Die beiden jüngsten Zahlungen sollen, wie die Zeitung berichtet, vereinbart worden sein, nachdem der frühere Fox-News-Chef Roger Ailes im vergangenen Sommer seinen Hut nehmen musste. Ihm hatten prominente Moderatorinnen des Senders ebenfalls sexuelle Belästigung angelastet.

          Im Fall von Bill O'Reilly haben ihn Frauen belastet, die entweder für seine Sendung arbeiteten oder dort häufig zu Gast waren. Zwei der Fälle seien bereits bekannt gewesen, schreibt die „Times“, in einem hätten Fox News und O'Reilly im Jahr 2004 neun Millionen Dollar gezahlt, damit die Vorwürfe nicht an die Öffentlichkeit gelangten oder es zu einem Gerichtsprozess kam.

          21st Century Fox, der Mutterkonzern des Senders Fox News, teilte der „New York Times“ mit, man habe die Fälle genau untersucht und mit dem Moderator besprochen. Es hätten sich weder ehemalige noch aktuelle Mitarbeiterinnen über die „Hotline“ des Unternehmens mit Beschwerden über Bill O' Reilly gemeldet, auch nicht anonym. Er weise die Vorwürfe als „unbegründet“ zurück, habe aber die Fälle, die er „in seiner persönlichen Verantwortung“ sehe, „gelöst“. Bill O'Reilly teilte mit, er ziehe wegen seiner Prominenz „Klagen von Personen an, die von mir Geld wollen, um negative Berichterstattung zu vermeiden“.

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