https://www.faz.net/-gum-abfgd

Manager des Yale-Vermögens : David Swensen stirbt im Alter von 67 Jahren

David Swensen bei einem Besuch in München im Jahr 2006 Bild: Jan Roeder

Der legendäre Investor David Swensen ist tot. Er erkannte früh die Renditechancen von Hedge-Fonds und Private Equity. Mit seinem steten Anlageerfolg machte er die Yale-Universität zu einer der reichsten Hochschulen der Welt.

          1 Min.

          David Swensen, einer der bedeutendsten Investoren der Welt, ist im Alter von 67 Jahren an Krebs gestorben. Das teilte die Yale-Universität mit, deren Stiftungsgelder Swensen bis zuletzt verwaltete. Er katapultierte Yales Stiftungsvermögen von einer Milliarde Dollar im Jahr 1985 bis heute auf 31 Milliarden Dollar. Er erwirtschaftete für das Stiftungsvermögen im Schnitt eine Rendite von elf Prozent. Yale wurde dadurch zu einer der reichsten Hochschulen der Welt.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Swensen revolutionierte die Anlagestrategie institutioneller Investoren. Mit seinem Kollegen Dean Takahashi warb er für den Mitte der Achtzigerjahre noch ungewöhnlichen Gedanken, dass institutionelle Anleger in ihren Portfolios das Gewicht von klassischen Wertpapieren wie Aktien und Anleihen reduzieren sollten zugunsten alternativer Anlageformen. Hedgefonds, Immobilien und Rohstoffe sollten Teil einer langfristig orientierten Anlagestrategie sein.

          Swensen und seine schnell wachsende Zahl von Nachahmern führten damit Private-Equity-Firmen und Wagniskapitalgeber aus ihrem Nischendasein. Swensen scheute keine Konflikte mit der Fondsindustrie, der er überzogene Gebühren bei bescheidener Leistung vorwarf. Am Montag lehrte er zum letzten Mal in Yale. Er lässt seine Frau und drei Kinder zurück.

          Weitere Themen

          Die Riesen sind zurück

          Kreuzfahrtschiffe vor Mallorca : Die Riesen sind zurück

          Spaniens Tourismushochburgen litten besonders schwer unter der Pandemie: Monatelang legte etwa kein Kreuzfahrtschiff auf Mallorca an. Nun kehren die großen Dampfer zurück – doch damit sind nicht alle Probleme passé.

          Italienische Feministin Luisa Zappitelli gestorben

          Mit 109 Jahren : Italienische Feministin Luisa Zappitelli gestorben

          Sie war eine Ikone der Demokratie und der Frauenbewegung in Italien: Am Samstag starb Luisa Zappitelli im Alter von 109 Jahren. Die Corona-Pandemie war nicht die erste medizinische Katastrophe, die sie miterlebte.

          Topmeldungen

          DFB-Liebling Robin Gosens : „Zwick mich mal“

          Die Geschichte von Robin Gosens gibt es eigentlich nicht mehr: Von einem, der auf dem Dorfplatz entdeckt wurde und nun bei der EM für überwältigende Momente sorgt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.