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Konsequenz aus Sexskandal : Weinstein-Filmstudio vor dem Aus?

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Wird jetzt auch noch seine Firma verkauft? Für Harvey Weinstein geht es weiter bergab. Bild: HO/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat sein Unternehmen offenbar große Probleme. Ein zunächst gehegter Rettungsplan sei schon verworfen worden.

          Nach dem Sexskandal um seinen Mitgründer Harvey Weinstein droht dem Filmstudio Weinstein Company laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ der Verkauf oder die Schließung. Es sei unwahrscheinlich, dass die Film- und Fernsehproduktionsfirma als unabhängiges Unternehmen weiterbestehen könne, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf eine firmennahe Quelle.

          Harvey Weinsteins Bruder Bob dementierte die Meldung. Es herrsche „Business as usual“. Banken, Geschäftspartner und Gesellschafter würden das Unternehmen unterstützen.

          Die Weinstein Company hatte Weinstein am Sonntag gefeuert, nachdem die „New York Times“ über Vorwürfe der jahrelangen massiven sexuellen Belästigung junger Frauen durch Weinstein berichtet hatte. Seither haben sich zahlreiche Schauspielerinnen mit Belästigungsvorwürfen gegen den Filmproduzenten zu Wort gemeldet, vier Frauen warfen dem 65-Jährigen Vergewaltigung vor. Die Polizei ermittelt.

          Wird das Studio umbenannt?

          Dem „Wall Street Journal“ zufolge laufen Gespräche mit möglichen Kaufinteressen für das Filmstudio. Es sei jedoch unklar, ob ein Geschäft zustande komme. Die Alternative sei, dass die Weinstein Company schließe. Ein zunächst gehegter Plan, dass Bob Weinstein das Unternehmen gemeinsam mit Studio-Präsident David Glasser unter einem neuen Firmennamen weiterführe, sei dagegen fallen gelassen worden, berichtete die Zeitung.

          Harvey und Bob Weinstein hatten zusammen zunächst die Produktionsfirma Miramax gegründet, die für Erfolge wie „Sex, Lügen und Videos“, „Shakespeare in Love“ und „Pulp Fiction“ verantwortlich zeichnet. 2005 gründeten sie gemeinsam die Weinstein Company, die Filme wie „The King’s Speech“ und „The Artist“ produzierte.

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