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Skirennfahrer Felix Neureuther : „Es tut ja keinem weh, für kurze Strecken aufs Rad zu steigen“

Felix Neureuther auf eine Recherchereise durch die Alpen Bild: obs

Spitzensportler Felix Neureuther gewann jahrelang Skirennen. Nun wirkt er bei einer Dokumentation über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Alpen mit. Im Interview spricht er über die Zukunft des Skitourismus und nachhaltigen Sport.

          4 Min.

          Herr Neureuther, Sie sind Ihr Leben lang in den Bergen unterwegs, als Spitzensportler wie auch privat. Jetzt haben Sie an einer Dokumentation mitgearbeitet, in der es um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Alpen geht. Wie emotional ist es für Sie, diese Folgen zu beobachten?

          Bernd Steinle
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Sehr emotional. Ich bin in den Bergen aufgewachsen, im Schnee. Als Skirennfahrer vor 20 Jahren hast du diese Auswirkungen noch gar nicht so begriffen, da hattest du nur den Blick für den Sport. Ich war jung, wollte Rennen gewinnen. Aber wenn du über die Jahre siehst, wie die Gletscher davonschmelzen, ist das schon krass. Ich konnte praktisch zusehen, wie mein bester Freund wegschmilzt. Ich habe oft kritisiert, dass man auf den Gletschern im Sommer überhaupt noch Ski fährt, das ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Die große Aufgabe des Skisports für die Zukunft ist, sich so aufzustellen, dass das Thema Nachhaltigkeit den gleichen Wert bekommt wie eine sichere Streckenführung. Der Skisport, Rennsport und Tourismus, verbraucht viel Energie. Es müsste der Anspruch aller sein, diesen Strom klimaneutral zu produzieren. Dieser Umstieg kostet viel Geld. Aber wenn der Ausstieg aus der Kohle finanziell unterstützt wird, weshalb nicht auch diese Transformation? Es geht ja um die Lebensgrundlage von Millionen Menschen und Familien in den Alpen.

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