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Ehemaliges Bond-Girl : Schauspielerin Karin Dor ist gestorben

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Karin Dor als Winnetous große Liebe Ribanna in „Winnetou 2“ (1964). Bild: Allstar/Jadran Film

Im Alter von 79 Jahren ist die Schauspielerin gestorben. Als „Bond“-Girl an der Seite Sean Connerys wurde Karin Dor einem breiten Publikum bekannt. Und als Ribanna, die große Liebe des Apachenhäuptlings Winnetou.

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          Die Schauspielerin Karin Dor ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Sie starb am Montagabend in einem Pflegeheim, wie die Komödie im Bayerischen Hof in München am Mittwoch mitteilte. Karin Dor ist Millionen Zuschauern als „Bond“-Girl aus dem Film „James Bond 007 - Man lebt nur zweimal“ bekannt, sie war das einzige deutsche „Bond-Girl“. Zudem war Karin Dor in mehreren Karl-May-Verfilmungen zu sehen.

          1938 wurde sie in Wiesbaden unter dem Namen Kätherose Derr geboren. Ihre Karriere begann früh. Als Jugendliche erhielt sie ihre erste kleine Rolle in „Rosen-Resli“. In dem Spielfilm von 1954 hatte sie einen einzigen Satz zu sprechen: „Himmlisch, Frau Chefin, einfach himmlisch!“

          Karin Dor habe besonders in der Rolle „der verfolgten Unschuld, der grundlos Verdächtigten und der schutzbedürftigen Schönheit“ gewirkt, notiert das Munziger-Archiv. „Eine Idealbesetzung für die Edgar-Wallace-Krimis und Karl-May-Verfilmungen“, die ihr Ehemann, der Regisseur Harald Reinl, in den sechziger Jahren drehte. Er unterstützte sie auch bei ihrem Rollenwechsel. In dem Film „Zimmer 13“ besetzte er sie als pathologische Mörderin. Und in seinem zweiteiligen „Nibelungen“-Epos spielte sie die Brunhilde.

          Als einzige Deutsche schaffte es Karin Dor 1967 als Bond-Girl an die Seite des berühmten britischen Agenten. Bilderstrecke
          Karin Dor : Bond-Girl und Winnetous große Liebe

          1967 wurde Karin Dor dann international als James-Bond-Schönheit Helga Brandt an der Seite von Sean Connery bekannt. In dem Film stirbt ihre Figur einen schrecklichen Tod - sie wird von Piranhas gefressen. Nach ihrem Bond-Auftritt bekam Karin Dor ein Angebot von Alfred Hitchcock, der sie für den Spionagethriller „Topas“ (1969) engagierte.

          Private Rückschläge, ihre Scheidung von dem Regisseur Harald und eine schwere Erkrankung warfen Karin Dor beruflich zurück. Im amerikanischen Fernsehen sah man sie dann 1970 in der Krimiserie „Der Chef“ an der Seite von Raymond Burr und in der britischen Produktion „Al Mundy“.

          Zuletzt wirkte sie in zwei Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen in den Jahren 1997 und 2000 mit. Im Drama „Ich bin die Andere“ von 2006 spielte sie eine alkoholkranke Mutter, deren Tochter (Katja Riemann) unter einer Persönlichkeitsspaltung leidet.

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