https://www.faz.net/-gum-8h7r3

ESC von 1998 : Guildo Horn wurde nicht von Stefan Raab geschickt

Guildo Horn 1998 bei der Generalprobe des ESC in Birmingham Bild: Picture-Alliance

Nach der deutschen ESC-Pleite rufen viele nach Stefan Raab. Guildo Horn stellt jetzt richtig: Mit seiner Nominierung hatte Raab nichts zu tun.

          1 Min.

          Guildo Horn hat ein historisches Vorurteil zurechtgerückt. Die Zeitung „Bild“ hatte nach dem schlechten Abschneiden Deutschlands beim „Eurovision Song Contest“ (ESC) unter der Überschrift „Muss jetzt Stefan Raab wieder ran?“ geschrieben, Raab habe 1998 erstmals beim ESC mitgemischt und Horn mit „Guildo hat euch lieb“ ins Rennen geschickt.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Dazu schreibt der 53 Jahre alte Schlagersänger aus Trier auf Facebook: „Wer mich kennt weiß: Ich bin in meinem Leben schon oftmals von meiner Mutter zum Einkaufen geschickt worden aber nicht von Stefan Raab zum ESC.“ Danach folgt ein kleiner historischer Exkurs: 1998 hätten die größten Plattenfirmen Deutschlands jeweils einen Teilnehmer nominieren dürfen. „Unsere Plattenfirma EMI Electrola gab mir das GO.“

          „Ich war noch nie ein Casting- oder Reagenzglaskind“

          Auf der Suche nach einem passenden Lied habe man gemeinsam aus vielen angebotenen Titeln Raabs Komposition ausgewählt. „Und so kam Stefan mit uns auf die große, unbekannte Reise.“ Dabei soll der Kölner Musiker und Produzent Blut geleckt haben, so dass er es zwei Jahre später selbst versuchte. „Der Rest des Ruhms sei ihm definitiv gegönnt.“

          Guildo Horn fügte hinzu: „Ich war noch nie ein Casting-, Shooting- oder ähnlich gelagertes Reagenzglaskind.“ Er sei immer „ein fleißiger Musikarbeiter mit großer Leidenschaft und Spaß am Spiel“ gewesen. „Am liebsten begebe ich mich dabei auf absolutes Neuland.“ So etwas sei der Grand Prix 1998 gewesen. „Es mag eitel klingen, aber ich lasse mir das von niemandem umdeuteln.“

          Weitere Themen

          Mathematikerin der Nasa gestorben

          „Hidden Figure“ der Raumfahrt : Mathematikerin der Nasa gestorben

          Sie war ein mathematisches Ausnahmetalent und diente als Vorlage für den Film „Hidden Figures“. Die Afroamerikanerin Katherine Johnson arbeitete über 30 Jahre für die Nasa. Nun ist sie im Alter von 101 Jahren verstorben.

          Sieben Todesfälle in Italien

          Coronavirus : Sieben Todesfälle in Italien

          Auf Teneriffa befinden sich rund 1000 Urlauber unter Quarantäne. Ein Besucher aus Italien war positiv auf das Virus getestet worden. Unter den Passagieren der „Diamond Princess“ gibt es einen weiteren Todesfall.

          Topmeldungen

          Er wedelt noch, sie merkelt schon: Habeck, Baerbock und die „Merkel-Raute“

          Heimlich für Merz? : Die Grünen hoffen auf Merkel-Stimmen

          Die Grünen wollen regieren. Das ginge mit einer Laschet-CDU leichter als mit einer Merz-CDU. Vor allem wollen sie jedoch stärkste Partei werden. Den Platz dafür in der politischen Mitte könnte eher Merz als Laschet schaffen.

          Unzufriedene Deutsche : Kapitalismus am Pranger

          Die Löhne sind hoch, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, der Sozialstaat wächst. Trotzdem glaubt mehr als jeder zweite Deutsche, dass der Kapitalismus mehr schadet als nutzt. Dahinter steckt nicht nur Gejammer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.