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Erstes Marihuana-Café Amerikas : Ein Stück Amsterdam in Hollywood

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Ab sofort im „Lowell Café“ in Hollywood möglich: Marihuana rauchen Bild: dpa

Am Montag eröffnet der erste Coffeeshop Amerikas: In einem Café in West Hollywood haben Kunden dann die Möglichkeit, legal Cannabis zu kaufen und zu rauchen – und sich bei Bedarf beraten zu lassen.

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          In Amerika wird am Montag der erste Coffeeshop eröffnen, in dem Cannabis gekauft und konsumiert werden darf. Das „Lowell Café“ bieten Kunden die bislang einzigartige Möglichkeit im Land Marihuana zu bestellen, als handelte es sich um einen Kaffee. Das erworbene Marihuana kann in vorgerollten Joints geraucht oder in einem Vaporizer verdampft werden. Die Eröffnung des Cafés in West Hollywood bietet damit eine Erweiterung des Cannabis-Marktes, der bislang weitestgehend auf den Verkauf in Apotheken und auf Online-Bestellungen beschränkt war.

          „Cannabiskonsumenten waren bislang gezwungen, ihr Gras in einer Plastiktüte zu verpacken, während sie mit einer Flasche Wein auf eine Dinnerparty gehen konnten“, sage David Elias, Mitbegründer der in Los Angeles ansässigen Lowell Herb Co., dem Eigentümer des Cafés. „Die Leute wollen mit ihren Freunden in einem Café einen Joint rauchen, wie sie mit einem Bier tun können – nicht in einer Seitengasse oder im Auto.“

          Die Firma Lowell verkauft Marihuana an mehr als 300 Apotheken. Der 46 Jahre alte David Elias, ehemals Wall Street Händler, startete das Geschäft vor zwei Jahren mit fünf Mitarbeitern – ein Jahr nachdem der Bundesstaat Kalifornien den „Adult Use of of Marijuana Act“ verabschiedet hat. Heute beschäftigt er mehr als 200 Mitarbeiter und zählt den Popstar Miley Cyrus zu seinen Investoren.

          Dennoch gibt es feste Regel für Kunden des „Lowell Cafés“: Zum einen müssen die Besucher mindestens 21 Jahre als sein und zudem einen gültigen Personalausweis vorweisen. Das Café hat täglich von 10 bis 2 Uhr nachts geöffnet, Gäste können bis zu anderthalb Stunden im Geschäft bleiben. Wenn sie kein Cannabis konsumieren wollen, müssen sie das keinesfalls tun, die Speisekarte bietet auch Getränke und Speisen. Für diejenigen, die Cannabis rauchen wollen, gibt es Wirte, welche die Kunden bei Bedarf beraten und sie über die verschiedenen Angebote und ihre Auswirkungen informieren.

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