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Entführung : Robinho bangt um seine Mutter

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Sorgt sich um seine Mutter: Brasiliens Jungstar Robinho Bild: AP

Abermals ein aufsehenerregender Entführungsfall in Südamerika. Diesmal traf es die Mutter der neuen brasilianischen Fußballhoffnung Robinho.

          Schock für Brasiliens neues Fußball-„Phänomen“ Robinho: Die Mutter des 20jährigen Stürmers vom FC Santos ist von Unbekannten verschleppt worden. Die Entführer haben sich rund 24 Stunden nach der Tat immer noch nicht gemeldet, teilten Polizeisprecher am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit.

          Die 43jährige Marina Souza wurde den amtlichen Angaben zufolge am Samstag kurz vor Mitternacht in einem Vorort der Hafenstadt Santos im Bundesland Sao Paulo während einer Familienparty entführt. Zwei schwer bewaffnete Männer seien über eine Mauer gesprungen und so in die Partyräume des Wohnungsgebäudes gelangt. Verletzte gab es bei der Entführung nicht.

          Robinho wollte trotzdem spielen

          Robinho, der nach Angaben spanischer Medien dieser Tage über einen Wechsel zu Real Madrid verhandelte, wurde am Sonntag nicht eingesetzt. Ohne seinen wendigen und trickreichen Superstar schaffte der FC Santos nur ein 1:1 bei Criciuma und gab damit sechs Spieltage vor Meisterschaftsende die Tabellenführung an Atletico Parana ab. „Er wollte ungeachtet der Entführung heute spielen, aber ich war dagegen. Robinho hat aber bis jetzt sehr viel Reife bewiesen“, sagte der Santos-Coach und frühere Nationaltrainer Vanderlei Luxemburgo.

          Der ehemalige brasilianische Superstar Pelé hat Robinho als seinen „möglichen Nachfolger“ bezeichnet. Groß kam der schmächtige Spieler schon 2002 mit nur 18 Jahren heraus, als er den FC Santos zum Gewinn der Landesmeisterschaft führte. Anfang des Jahres scheiterte Robinho allerdings mit der U-23-Auswahl in der Olympia-Qualifikation am späteren Goldmedaillengewinner Argentinien und Paraguay. An Robinho sollen unter anderen auch Benfica Lissabon, Atletico Madrid, PSV Eindhoven und Corinthians Sao Paulo interessiert sein.

          Fußballer bei Schießerei getötet

          Erst am Freitag hatte die besorgniserregende Kriminalität den Fußball in Brasilien wieder in Trauer versetzt. Bei einer Schießerei vor dem Eingang einer Diskothek in Belo Horizonte wurde der frühere Europa-Legionär Claudinei Dutra Rezende (26) vom Zweitligisten America MG von einer Kugel am Kopf tödlich getroffen. Fünf weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

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