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Schlaftipps für Eltern : Eine ruhige Nacht!

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Ja, auf jeden Fall. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Sie sollten aber zum Alter passen. Schlafbereit wird jedes Kind auf andere Weise. Babys bringt man seit Jahrtausenden mit Singen, Herumtragen und Wiegen zur Ruhe. Je beruhigter und entspannter ein Mensch ist, desto besser kann er einschlafen. Das gilt für jedes Alter. Bei einem sechs, sieben Monate alten Baby muss man oft etwas mehr Zeit einplanen, damit es ruhig wird. Das kann auch passieren, indem man es umherträgt. Wichtig ist, dass man dabei auch selbst Ruhe ausstrahlt. Wenn die Kinder älter werden und sprechen können, kann man auch noch mal darüber reden, was am Tag schön war. Diese emotionale Begegnung tut jedem gut. Ganz besonders auch, wenn man dabei kuschelt.

Mein Baby weint beim Einschlafen. Was kann ich machen?

Warum ein Baby weint, kann ganz viele Ursachen haben. Beim Einschlafen ist es oft das Timing. Kinder sollten nicht zu spät schlafen gelegt werden, aber auch nicht zu früh. Das Einschlafen und die Einschlafroutine sollten sich an der Befindlichkeit des Kindes orientieren und positiv verknüpft sein – darauf sollten Eltern achten und schauen, ob sie in dieser Hinsicht etwas ändern können. Ein Kind darf beim Einschlafen ein bisschen meckern oder vor sich hin brummeln, aber jeden Tag weinen, das ist nicht so gut. Da sollte man nachforschen.

Darf ich mein Baby so lange schlafen lassen, wie es das möchte? Oder sollte ich es irgendwann wecken?

Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, ein Baby zu wecken oder auf die Uhr zu schauen: Wenn zum Beispiel ein kleines Baby einen frühen Abendschlaf gegen 17, 18 Uhr macht und mehrere Stunden schläft, weil es noch nicht so gut im Rhythmus ist, dann sollte man es ruhig wecken. Denn sonst wird es nachts vermutlich wach sein. Wenn es aber keinen besonderen Grund gibt, kann man ein Baby ruhig schlafen lassen, solange es möchte.

Kann ich meinem Baby helfen, länger zu schlafen?

Schlaf ist kein Zustand, der anfängt und aufhört, sondern einer, der in verschiedenen Schlaftiefen vonstattengeht. Am Tag gibt es erst den Leichtschlaf, der geht dann in den Tiefschlaf über. Und immer, wenn sie zurück in den Leichtschlaf wechseln, wachen die Babys schnell auf; das ist oft 30 bis 45 Minuten nach dem Einschlafen der Fall. Die Kinder müssen lernen, die Schlafphasen zu verbinden, und man sollte versuchen, ihnen beim Weiterschlafen zu helfen: durch Streicheln, Schnuller geben, verbal beruhigen. Im Kinderwagen ruhen die Babys locker über dieses zwischenzeitliche Erwachen hinweg, weil sie durch das Geschaukel eine Einschlafhilfe frei Haus bekommen. Indem man einen Schnuller oder ein Kuscheltier gibt, wenn sie kurz aufwachen, lernen sie, mit welchen Hilfsmitteln sie sich selbst wieder beruhigen und langfristig auch allein wieder einschlafen können. Mütter machen oft den Fehler, dass sie dem Baby nachts, wenn es alle zwei Stunden wach wird, einfach immer die Brust anbieten. Daran gewöhnen sich die Kinder auch und schlafen dann eben nur mit der Brust wieder ein.

Haben Babys nachts wirklich Hunger oder Durst, oder wollen sie wegen der Nähe zur Mutter gestillt werden?

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