https://www.faz.net/-gum-954z7

Auf dem Roten Platz : Eine Runde Eishockey mit Wladimir Putin

  • Aktualisiert am

Präsident mit Kufen: Wladimir Putin am Freitagabend in Moskau Bild: POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Mitten in Russlands Hauptstadt wird jedes Jahr eine Eisbahn angelegt. Darauf hat sich Präsident Putin eine Partie geliefert. Nur eine Sache war dieses Mal anders.

          Der russische Präsident Wladimir Putin hat abermals zum Eishockeyschläger gegriffen und sich mitten auf dem Roten Platz in Moskau eine Partie geliefert. Dort wird im Winter immer eine Eisbahn angelegt, die Putin und seine Mitspieler am Freitagabend für ein Match nutzten.

          Aufseiten des 65 Jahre alten Kremlchefs spielten unter anderem Verteidigungsminister Sergei Schoigu und der frühere Weltklasse-Hockeyspieler Wjatscheslaw Fetissow mit, wie offizielle Fotos zeigten. Putins rotes Team gewann; aber anders als sonst wurde nicht angegeben, wie viele Tore er erzielt hatte. Bei früheren Spielen war stets berichtet worden, dass der Präsident die meisten Tore geschossen habe.

          Das verwundert nicht: Als Elfjähriger fing Putin mit Judo an. Der Sport habe ihn von der Straße geholt, möglicherweise sogar eine kriminelle Karriere verhindert, hat er einmal gesagt. Im Judo brachte Putin es bis zum Stadtmeister in seiner Heimat St. Petersburg. Als Präsident machte Putin nicht nur als Kampfsportler, sondern auch als Schwimmer und Skifahrer von sich reden, zeigte sich publikumswirksam als Reiter oder Sportschütze – das Schießen hatte er schon im KGB gelernt. Der russische Präsident ist zudem ein begeisterter Skifahrer.

          In Putins Russland gibt es aber auch Schattenseiten des Sports: Das größte Land der Welt steht unter einem großen Dopingskandal, bei dem „Abertausende Sportler“ betroffen sein sollen.

          Weitere Themen

          Little Joe groß machen

          Filmproduzent Philippe Bober : Little Joe groß machen

          Was macht eigentlich ein Produzent? Philippe Bober stellt in Cannes seinen neuen Film vor. Dabei rennt er über das Festivalgelände, führt zahllose Gespräche und bangt, dass kein Kritiker vorzeitig das Kino verlässt.

          Topmeldungen

          Österreichs Regierung am Boden : Von der Musterehe zum Rosenkrieg

          Aus den Rissen in der türkis-blauen Koalition wurden durch die Ibiza-Affäre in beeindruckender Geschwindigkeit Gräben. Die Neuwahl ist für Sebastian Kurz eine Chance, mehr Stimmen für die ÖVP zu gewinnen – aber sie birgt auch ein großes Risiko.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.