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Tattoo Convention 2017 : Kunst unter der Haut

Ein schöner Rücken kann immer entzücken? Trotz des Kunstwerkes auf der Rückseite – Tattoos bleiben Geschmackssache. Bild: Stephan Finsterbusch

Von Schlümpfen, Drachen, Inseln und noch mehr Motiven: Bei der Tattoo Convention ist alles erlaubt. Wir haben für Sie ein paar Eindrücke gesammelt.

          Hunderte Tätowierer, Piercing-Stecher, Farb-, Nadel- und Motivlieferanten, Tausende Fans, Neugierige und Schaulustige haben sich am Wochenende auf Europas größter Tattoo Convention getroffen. In der Frankfurter Messehalle waren alle Techniken und sämtliche Stile zu sehen. Vom polynesischen Hämmer- bis zum japanischen Tebori-Tattoo, vom sogenannten Ink-Rubbing mit offenen Schnittwunden und Aschefarben bis hin zur europäischen Nadel-und-Faden-Schule sowie den elektrischen Tattoo-Guns samt Nadel, Spulen, Motor und Fußpedal. Hand- und Maschinenarbeit war gefragt. Der Schmerz hängt ganz von der Tiefe des Stichs und der Empfindlichkeit der Haut ab. Japaner arbeiten mit haarfeinen Nadeln und stechen tief ein; Neuseeländer verwenden einen zurechtgefeilten und an seiner Vorderseite meißelbreiten Knochen vom Albatros-Flügel; Chinesen gehen mit langen Stechnägeln zu Werke.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die meisten Tätowierer aus Europa und Amerika arbeiten mit modernen Maschinen: Zwei Spulen erzeugen ein Magnetfeld, das die Nadel rasch auf und ab bewegt. Damit lässt sich fast alles darstellen. Und trendy ist alles, was gefällt: Ob Pop Art oder Motive alter Meister, Stammesmuster der Ureinwohner der pazifischen Inseln, Namen, Bibel- und Koranverse in geschwungenen Schriften, Kinder- und Tierporträts, ein knallbunter chinesischer Drache auf dem Rücken oder ein blauweißer Schlumpf unter der Achsel – Tattoos aus Tausenden kleinen sichtbaren Punkten, schraffierten Flächen mit Schatten- oder Outline-Effekten.

           

           

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