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Ehen in Hollywood : Hohe Gagen, kurzes Glück

  • -Aktualisiert am

Carole Lieberman: Ehetherapeutin für Hollywoodgrößen Bild:

Ehen in Hollywood sind zerbrechlicher als anderswo. Denn wer dauernd von attraktiven Schauspielerkollegen umgeben ist, dem fällt die Treue schwer. Das weiß kaum jemand so gut wie Eheberaterin „Dr. Carole“. Meist soll sie nicht therapieren, sondern helfen, Klatsch zu vermeiden.

          Madonna und Guy Ritchie taten es auf dem schottischen Schloss Skibo, Tom Cruise und Katie Holmes in der italienischen Provinz, und „Baywatch“-Blondine Pamela Anderson traute sich das erste Mal am Strand von Cancún, das zweite Mal an Bord einer Yacht vor St-Tropez und das dritte Mal spontan zwischen zwei Zaubershows in Las Vegas.

          Während die Ehen von Hollywoods Prominenz heute so individuell beginnen wie nie zuvor, enden sie meist erstaunlich ähnlich: Das Gros der Celebrities findet sich irgendwann auf der Couch eines Eheberaters. In der Regel passiert das eher früher als später, manchmal schon unmittelbar nach den Flitterwochen.

          „Sexy Schauspielkollegen“ sind größte Gefahr

          „In Hollywood sind Ehen zerbrechlicher als anderswo. Die Partner sind überlebensgroß und haben deshalb auch überlebensgroße Probleme“, meint Carole Lieberman. Als „Dr. Carole“ hilft die Psychiaterin strauchelnden Stars in der Glamourmetropole Los Angeles, ihre Beziehungen wieder ins Lot zu bringen.

          Verabschiedet: Hilary Swank und Chad Lowe (2005)

          Was die größte Gefahr für eine Partnerschaft in der Filmindustrie sei? „Die andauernde Versuchung fremdzugehen, wenn man seine Zeit regelmäßig mit sexy Schauspielkollegen verbringt.“

          Das weiß vermutlich niemand besser als Brad Pitt, der sich 2004 bei den Dreharbeiten zu „Mr. & Mrs. Smith“ in Hauptdarstellerin Angelina Jolie verliebte und Partnerin Jennifer Aniston kurz darauf verließ. „Brad and Jen“, damals Hollywoods Traumpaar, sollen versucht haben, ihre Partnerschaft mit Hilfe eines Eheberaters doch noch zu retten.

          Belagerung von „Barbiepuppen-Verschnitten“

          Heute pendelt Pitt jedoch mit Jolie und den vier (bald fünf) Kindern zwischen Filmsets und Wohltätigkeitsprojekten. Inzwischen sollen die Jolie-Pitts selbst einige Sitzungen mit einem Paartherapeuten absolviert haben. Selbstverständlich nur zur Vorbeugung.

          Die Versuchung ist in Hollywood schließlich groß, besonders für Männer. „Sie werden von Barbiepuppen-Verschnitten geradezu belagert, die den Prominenten ständig ihre Telefonnummern und sich selbst anbieten“, weiß Carole Lieberman aus ihrer Praxis am berühmten Beverly Drive. An weibliche Stars dagegen trauten sich Verehrer ohne Kontakt zur Filmbranche kaum heran. „Dem Durchschnittsmann machen solch prominente Frauen einfach Angst.“

          Hohe Gagen zerstören Eheglück

          Schauspielerinnen suchen sich daher meist einen Partner aus den eigenen Reihen. Wie Susan Sarandon ihren Tim Robbins, Robin Wright, die sich um Madonnas Ex Sean Penn kümmert, und Sarah Jessica Parker (“Sex And The City“), im wirklichen Leben keineswegs Single wie Carrie Bradshaw, sondern eindeutig verheiratet mit Schauspieler Matthew Broderick.

          Nicht selten brechen „Hollywood marriages“ mit zwei berühmten Partnern jedoch auseinander, sobald der eine den anderen auf der Liste der Gagen überholt.

          Als Reese Witherspoon vor zwei Jahren für die Rolle als June Carter Cash in „Walk The Line“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, begann in Los Angeles augenblicklich das bange Warten auf eine Trennung von Ryan Phillippe.

          Ehemann vergessen

          Während er kleinere Rollen annahm und als „Mr. Mom“ die beiden Kinder hütete, avancierte Witherspoon zu einer der bestbezahlten Darstellerinnen der Welt. Wenige Monate später nahm die 32 Jahre alte Oscar-Preisträgerin Abschied von Phillippe.

          In Los Angeles wird erzählt, dass auch Chad Lowe durch eine der goldenen Statuen ersetzt wurde. Als Hilary Swank im Jahr 2000 für „Boys Don't Cry“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, vergaß sie vor Aufregung, ihren Mann in der typischen Dankesrede zu erwähnen.

          Um das Versäumnis wiedergutzumachen, legte sie besonders dick auf, als sie ein paar Jahre später für das Box-Epos „Million Dollar Baby“ mit dem zweiten Oscar geehrt wurde. Es heißt, Lowe, der sich mit kleineren Fernsehrollen und Produktionen über Wasser hält, habe Swanks Erfolge nicht verkraftet. 2006 ließ sich das Paar nach acht Ehejahren und einigen Therapieversuchen scheiden.

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