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Vor Corona : Herr Quart fährt nach Nordkorea

Bild: F.A.Z., Martin Benninghoff

Zu DDR-Zeiten war Bodo Quart Mitarbeiter im ZK, heute führt er Reisegruppen durch Nordkorea – wo er auch ein Stück seiner untergegangenen Heimat wiederfindet. Unser Reporter hat ihn 2018 besucht.

          7 Min.

          Der erste Kontakt ist schon ein Statement. „Ich hole Sie mit dem Trabi ab“, hatte Bodo Quart am Telefon angekündigt – und Wort gehalten. Da knattert er mit seinem 36 Jahre alten Trabi um die Ecke, mit einer Abgasschwade, die nur ein Zweitakter in die Luft blasen kann. Biesdorf, ein Ost-Berliner Ortsteil im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wo die Linke stark ist, wird für einen Moment wieder zur alten DDR-Kulisse, zumindest wenn man sich den Discounter wegdenkt und die Imbissbuden am S-Bahnhof.

          Martin Benninghoff

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Trabi hat die besten Jahre hinter sich, bei Bodo Quart ist man sich da nicht so sicher. Im Alter hat er eine neue Passion entdeckt, die ihm ein Stück seiner untergegangenen Heimat DDR zurückgibt: Nordkorea. Für ein Reiseunternehmen führt der Rentner Touristen durch das einstige Bruderland, im September war er zuletzt vor Ort, zum 70. Geburtstag der Volksrepublik. Stolz trägt er ein eigens dafür produziertes T-Shirt, auf dem Rücken die Stationen der Reise: Pjöngjang, Kaesong, der bei den Nordkoreanern als heilig verehrte Berg Paektu. Es wirkt wie das Tour-T-Shirt einer Rockband.

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