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Ehemaliger amerikanischer Präsident : Eisenhower wird mit Memorial in Washington geehrt

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Erinnerung im Modell: Der Entwurf von Gehry überzeugt auch die Memorial Commission in Washington Bild: AP/Gehry Partners

Nach jahrelangen Auseinandersetzungen wurde nun der Bau des Denkmals für Dwight D. Eisenhower beschlossen. Wegen Protesten der Familie hat Architekt Frank Gehry verschiedene Änderungen vorgenommen.

          Nach jahrelangen Auseinandersetzungen über das Denkmal zur Erinnerung an Dwight D. Eisenhower hat die mit dem Bau beauftragte Kommission beschlossen, das Design des Architekten Frank Gehry auch gegen den Widerstand der Familie des amerikanischen Generals und Präsidenten in Washington zu verwirklichen. Ohne Gegenstimmen votierte die Memorial Commission am Mittwoch für Gehrys Modell mit meterhohen Metallplatten im Stil von Gobelins, die an steinernen Säulen hängen. Nach Protesten der Enkelinnen des im März 1969 verstorbenen Eisenhower hatte der Architekt aus dem kalifornischen Santa Monica vor der Abstimmung verschiedene Änderungen vorgestellt. Unter anderem plant Gehry nun ergänzend Flachreliefs mit Szenen von militärischen und politischen Stationen des 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Neben der Landung der Alliierten in der Normandie während des Zweiten Weltkrieges wird auf den Stein- oder Bronzeplatten auch Eisenhowers Unterzeichnung der Civil Rights Act im Jahr 1957 dargestellt.

          „Es wurden bedeutende Änderungen vorgenommen. Wir haben zugehört“, sagte Gehry, der auch das Guggenheim-Museum in Bilbao (1991 bis 1997) und das Vitra Design Museum in Weil am Rhein (1989) entwarf. Susan Eisenhower, die Sprecherin der Familie, hatte die Entwürfe des Vierundachtzigjährigen in der Vergangenheit als kommunistisch anmutende Architektur gerügt. Durch das Metall der Platten könnten sich Überlebende des Holocaust zudem an Konzentrationslager erinnert fühlen. Kommissionsmitglied Leonard Boswell lobte das Material dagegen als Reflexion der Einzigartigkeit des republikanischen Präsidenten, der das Weiße Haus im Januar 1953 bezog und nach der zweiten Amtszeit 1961 wieder verließ.

          Wie der Fernsehsender ABC berichtete, drang auch Senator Pat Roberts auf einen zügigen Baubeginn, um der schwindenden Generation der Amerikaner, die Eisenhowers Präsidentschaft erlebten, die Gelegenheit eines Besuchs zu geben. Das etwa 110 Millionen Dollar teure Denkmal soll in der Nähe des Capitols an der Maryland Avenue gebaut werden. Für Juli ist die Präsentation von Gehrys Entwurf bei der amerikanischen Kommission der Bildenden Künste geplant, die alle Bauten in Washington beurteilt.

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