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Wikileaks-Gründer : Ecuador hat Assanges Internetzugang gekappt

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Wikileaks-Gründer Julian Assange Bild: AFP

Man sei gegen eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, heißt es aus Quito. Zuvor hatte Wikileaks geheime E-Mails aus dem Umfeld Clintons veröffentlicht.

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          Ecuador hat bestätigt, dass es die Internetverbindung des Wikileaks-Gründers Julian Assange gekappt hat, nachdem die Enthüllungsplattform gehackte Dokumente von Hillary Clintons Wahlkampfmanager veröffentlicht hatte. Ecuadors Außenministerium erklärte am Dienstag, es habe entschieden, die Internetverbindung Assanges in der Londoner Botschaft „vorübergehend einzuschränken“, und betonte, Ecuador sei gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.

          „Die Regierung Ecuadors respektiert das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten“, erklärte das Ministerium. „Sie mischt sich nicht in externe Wahlprozesse ein und bevorzugt auch keinen bestimmten Kandidaten.“ Am Montag hatte Wikileaks dem südamerikanischen Staat vorgeworfen, Assanges Internetverbindung unterbrochen zu haben. Zugleich beschuldigte Wikileaks den amerikanischen Außenminister John Kerry, Druck auf Ecuador ausgeübt zu haben.

          Am Asyl für Assange halte man aber fest. „Ecuador, konsequent in seiner Tradition der Verteidigung von Menschenrechten, besonders bei Personen, die Opfer politischer Verfolgung sind, bekräftigt das Julian Assange gewährte Asyl und die Absicht, sein Leben und die körperliche Unversehrtheit zu schützen, bis er sich an einen sicheren Ort bewegen kann“, heißt es in einem Kommuniqué des Außenministeriums in der Hauptstadt Quito.

          Die Regierung des linksorientierten Präsidenten Rafael Correa betont, dass man souverän handele und sich niemals von anderen Staaten beeinflussen lasse.

          Washington weist Vorwürfe zurück

          Der amerikanische Außenamtssprecher John Kirby wies die von Wikileaks erhobenen Vorwürfe am Dienstag zurück. Zwar sei die amerikanische Regierung seit langem über Wikileaks „besorgt“, doch habe sie mit dem Vorgang nichts zu tun. Die Behauptung von Wikileaks, dass Kerry mit Ecuadors Präsident Rafael Correa am Rande der Zeremonie zur Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Kolumbiens Regierung und der Farc-Guerilla am 26. September über dieses Thema gesprochen habe, sei falsch.

          Assange lebt seit Juni 2012 in einem kleinen Zimmer von Ecuadors Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will. Der 45-jährige Australier befürchtet nach eigenen Angaben, von Stockholm in die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats drohen würde. Auch vier Jahre nach Assanges Flucht in die Botschaft ist keine Lösung der Situation absehbar.

          Wikileaks hatte zuletzt Dokumente vom E-Mailkonto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta veröffentlicht, darunter drei bezahlte Reden, die die demokratische Präsidentschaftskandidatin für die Investmentbank Goldman Sachs gehalten hatte. Clintons Wahlkampfteam wirft Russland vor, hinter dem Hackerangriff auf Podestas E-Mailkonto zu stecken. Zugleich beschuldigte es Wikileaks, Clintons republikanischen Rivalen Donald Trump zu begünstigen.

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