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Wegen Unfallgefahr : Polizei-Gewerkschaft: E-Rollerfahrer sollten Helme tragen

  • Aktualisiert am

E-Scooter-Fahren kann gefährlich sein. Daher wirbt die Polizeigewerkschaften für das Tragen von Helmen. Bild: dpa

Bislang müssen E-Rollerfahrer keinen Helm tragen. Die Gewerkschaft der Polizei fordert, dass dafür zumindest geworben wird. Und wenn das nicht helfe, müsse man über eine Pflicht nachdenken.

          Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) macht sich für Helme während der Nutzung von E-Tretrollern stark. „Zum eigenen Schutz sollte für das Tragen eines Helms geworben werden. Wenn dies nicht funktioniert, sollte über eine Helmpflicht nachgedacht werden“, sagte GdP-Vizechef Michael Mertens den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es gibt ein Vorbild: Beim Skifahren trägt nahezu jeder freiwillig auf der Piste einen Helm. Das habe ich vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten.“

          Mertens befürchte, „dass es eine nicht unerhebliche Zahl an Unfällen mit E-Rollern geben wird, ich befürchte Verletzte, vielleicht sogar Tote“. Kleine Tretroller mit Elektromotor sind seit kurzem in Deutschland zugelassen. Eine Helmpflicht gibt es bisher nicht.

          Die Zahl der Unfälle beim Zweiradverkehr könnte 2019 zunehmen, teilte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Dienstag mit. Durch die jüngst zugelassenen E-Scooter werde der Platz auf den Radwegen immer geringer. „Es ist unverantwortlich, immer mehr Fahrzeuge auf erbärmliche Radwege zu lassen, ohne die Infrastruktur dem gewachsenen Bedarf anzupassen“, wird ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork in einer entsprechenden Mitteilung zitiert.

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