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„Ihr seid doch Spinner!“ : Düsseldorfer Notfallsanitäter behält seinen Job

  • Aktualisiert am

Ein Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild) Bild: dpa

Ein Video, auf dem der Sanitäter selbsternannte Corona-Rebellen als „Spinner“ bezeichnete, war viral gegangen. Er erntete Kritik und Lob. Das DRK Düsseldorf stellt in einem Video klar: Der Sanitäter bleibt.

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          „Ihr seid doch Spinner!“ Der Satz, den ein Düsseldorfer Sanitäter aus einem Rettungswagen in Richtung Corona-Demonstranten fallen ließ, ging viral. Unter dem Hashtag #IhrSeidDochSpinner erntete der Sanitäter viel Zuspruch, aber auch Kritik. In einem kurzen Video war vergangene Woche in den sozialen Netzwerken zu sehen gewesen, wie ein Rettungswagen mit Blaulicht an einer Kundgebung selbsternannter „Corona-Rebellen“ vorbeifuhr. Die Sirene ging kurz aus, „Ihr seid doch Spinner!“ ertönte deutlich aus dem Lautsprecher des Wagens. Auch die Düsseldorfer Feuerwehr distanzierte sich von dem Vorfall: „Die Äußerung über die Lautsprecheranlage des Fahrzeugs ist unangemessen und spiegelt nicht die Professionalität wider, die wir von allen Mitarbeitenden erwarten“, hieß es in einer Stellungnahme. Einige Twitternutzer forderten die Entlassung des Sanitäters.

          Dessen Arbeitgeber, das DRK Düsseldorf, stellte nun klar: Der Sanitäter bleibt. In einem Video auf Facebook und Youtube stellt der Notfallsanitäter Nils einen neuen Intensivtransporter vor. „Vielleicht kennt ihr meine Stimme aus dem Internet“, sagt er. Am Ende des Videos stellt Nils fest: „Hier ist ja gar kein Mikrofon!“ – „Ja, Nils, darauf haben wir bewusst verzichtet“, antwortet der Leiter des Rettungsdienstes.

          Der Notfallsanitäter bedankt sich am Ende noch für die Unterstützung und die vielen Jobangebote. „Ich arbeite gern beim DRK Düsseldorf.“

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