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Nur 27 Jahre alt : Dritter K-Pop-Star binnen Wochen tot aufgefunden

  • Aktualisiert am

Cha In-ha, der eigentlich Lee Jae-ho heißt, wurde nur 27 Jahre alt. Bild: Reuters

Es ist der dritte Todesfall binnen zwei Monaten in der K-Pop-Szene: Der südkoreanische Schauspieler Cha In-ha ist im Alter von 27 Jahren gestorben.

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          Der südkoreanische Sänger und Schauspieler Cha In-ha ist tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. In-ha war Mitglied der Popband Surprise U und zuletzt vor allem als Schauspieler erfolgreich. Er wurde nur 27 Jahre alt. Seine Agentur erklärte, man trauere um In-ha und bitte die Öffentlichkeit, von Spekulationen abzusehen.

          Es ist der dritte Todesfall in der K-Pop-Szene binnen weniger Wochen. Im November war die südkoreanische Sängerin Goo Hara tot aufgefunden worden; im Oktober war ihre Kollegin Sulli verstorben. Bei den beiden befreundeten Frauen geht die Polizei von Suizid aus.

          Beide waren im Netz angefeindet worden. Sulli wegen ihres liberalen Lebensstils, Hara, nachdem sie ihren früheren Freund beschuldigt hatte, ihr mit der Veröffentlichung eines Sexvideos zu drohen. Der britische „Guardian“ schreibt, dass nun eine Auseinandersetzung mit der als toxisch geltenden Fankultur im K-Pop beginnen könnte.

          Nicht nur die Fans machen K-Pop-Stars zu schaffen. Der Leistungsdruck in der weltweit erfolgreichen südkoreanischen Popindustrie ist riesig. Im Internet kursieren zahlreiche Videos von K-Pop-Stars, die bei Liveauftritten vor Erschöpfung in Ohnmacht fallen. Aus sogenannten Sklavenverträgen dürfen viele Musiker nicht aussteigen, müssen laut manchen Berichten bis zu 20 Stunden am Tag trainieren.

          Erst kürzlich verkündete BTS, die erfolgreichste aller K-Pop-Bands, sich eine Auszeit zu nehmen, um zumindest für eine kurze Zeit ein normales Leben führen zu können.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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