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Präsident im Kindergarten : Kennt Donald Trump die amerikanische Flagge nicht?

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Obwohl Donald Trump die amerikanische Flagge so sehr liebt, dass er sie zuweilen sogar umarmt, kennt er ihre Farben offenbar nicht richtig. Bei einem Kindergarten-Besuch malt er sie zumindest falsch.

          „America first“ ist Donald Trumps beliebte Parole, die er ständig und überall jedem, der es nicht hören will, vorhält. Der Patriotismus des Präsidenten erstreckt sich aber offenbar nicht auf Grundkenntnisse die Vereinigten Staaten betreffend. Zumindest stellte Trump jüngst unter Beweis, dass er nicht einmal weiß, wie die Flagge seines heiß geliebten Amerikas überhaupt aussieht.

          Trump besuchte gemeinsam mit seiner Frau Melania und Gesundheitsminister Alex Azar einen Kindergarten in Ohio – eine denkbar harmlose Kulisse für den Besuch eines Präsidenten. Doch Trump unterlief ein peinlicher Fehler, als er gemeinsam mit den Kindern die Stars und Stripes ausmalte. Bei Trump wurden die Streifen nicht bloß rot und weiß, einer wurde auch blau. Und Gesundheitsminister Azar twitterte auch noch ein Bild der falschen Fahne.

          Das könnte man jetzt natürlich als künstlerische Freiheit eines Kindergartengastes auslegen. Doch ein Präsident, der dereinst die amerikanische Flagge mit viel Pathos umarmte und dem nichts, aber auch gar nichts über sein Land der Streifen und Sternchen zu gehen scheint, dürfte sich doch die recht einfache Farbkombination gemerkt haben. Immerhin scheint er den Bildern seines Ministers nach zu urteilen sehr konzentriert bei der Sache gewesen zu sein.

          Nachdem Azar das Bild getwittert hatte, brach ein Sturm der Häme über Trump und seine fehlerhafte Flagge herein. Einige User vermuteten sogar, Trump hätte sich freudianisch vermalt – und die russische Flagge gemeint. Trump-Unterstützer hingegen argumentierten, der Präsident habe die „Thin Blue Line“-Flagge malen wollen, die für die durch Polizei und Sicherheitskräfte garantierte Ordnung steht.

          Wie Azar ebenfalls auf Twitter mitteilte, waren der Präsident, seine Frau und der Gesundheitsminister selbst in Ohio, um über die Opiodkrise der Vereinigten Staaten zu sprechen.

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