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Buch „Commander in Cheat“ : Donald Trump schummelt beim Golf

  • Aktualisiert am

Trump wird immer wieder vorgeworfen, zu viel Zeit auf dem Grün zu verbringen. Bild: AP

„Er mogelt, weil das seine Art ist, Golf zu spielen“, schreibt ein Sportjournalist über Donald Trump. Für sein Buch trug er die Erfahrungen prominenter Mitspieler des Präsidenten zusammen.

          Jetzt ist es offiziell: Donald Trump schummelt auch beim Golf. In dem am Dienstag erschienenen Buch „Commander in Cheat: How Golf Explains Trump“ wirft der Sportjournalist Rick Reilly dem amerikanischen Präsidenten vor, ein gewohnheitsmäßiger Schwindler („Cheat“) zu sein. „Er mogelt auf höchstem Niveau. Er mogelt, wenn Leute zusehen und wenn sie nicht zusehen. Er mogelt, weil das seine Art ist, Golf zu spielen“, schreibt Reilly.

          Für sein Buch trug er die Erfahrungen prominenter Mitspieler des Präsidenten zusammen. Der Schauspieler Samuel L. Jackson erinnert sich an ein Spiel auf dem nach Trump benannten Golfplatz in Bedminster (New Jersey), bei dem der Zweiundsiebzigjährige den Ball vor aller Augen in einem See versenkte. Wie durch ein Wunder hielt sein Caddy wenig später einen Ball hoch, den er angeblich auf dem Grün gefunden hatte.

          Selbst bei Partien mit Profi-Spielern wie Tiger Woods und Brad Faxon verzichtete Trump nicht auf Bluffs. Der 57 Jahre alte Faxon, der bislang acht Mal die berühmte PGA Tour gewann, berichtete Reilly von einem verschlagenen Ball, den Trump heimlich durch einen neuen ersetzte. „Er fuhr an den Ort, wo er den ersten Ball hätte hinschlagen sollen, ließ den neuen Ball fallen und schlug ihn aufs Grün“, fasst der Golfprofi zusammen. Auch Trumps selbsterklärtes Handicap zweifelt Reilly an. „Wenn er eine 2,8 ist, ist Königin Elisabeth eine Stabhochspringerin“, wetterte der Journalist, der auch schon mit Trump spielte.

          Trump, der als guter Golfer gilt und mehr als ein Dutzend Plätze betreibt, wird immer wieder vorgeworfen, zu viel Zeit auf dem Grün zu verbringen. Seit seinem Einzug ins Weiße Haus im Januar 2017 zählte die Website „Trumpgolfcount.com“ 77 Runden. Sein Vorgänger Barack Obama verbrachte ähnlich viel Zeit auf dem Golfplatz. Während seiner acht Amtsjahre zählten Beobachter mehr als 300 Runden.

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