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Extremschwimmer André Wiersig : „Du spürst, wie unbedeutend, wie klein wir sind“

Unterwegs im Ozean: Zwischen 22.000 und 35.000 Schwimmzüge absolvierte André Wiersig auf seinen Strecken. Bild: Dennis Daletzki

Der Schwimmer André Wiersig ist in den Weltmeeren Haien, Walen und giftigen Quallen begegnet. Jetzt hat er als erster Deutscher die Ocean’s Seven geschafft: Er ist die sieben Meerengen der Welt durchschwommen.

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          Alles begann auf Ibiza, mit einem langen Wochenende. Ein Freund hatte André Wiersig in sein Haus eingeladen. Es war Februar, die Temperaturen waren entsprechend, aber Wiersig wollte trotzdem schwimmen gehen, an dem Strand, an dem er im Sommer schon so oft schwimmen war. Nur bis zu der Boje, vielleicht 300 Meter weit. Was Wiersig nicht bedacht hatte: Das Wasser hatte um die 15 Grad. „Ich hab’ so einen Schock gehabt, ein so beklemmendes Gefühl, ich hab’ kaum mehr Luft bekommen. Ich hatte richtig Angst loszuschwimmen.“ Das Erlebnis ließ ihn nicht mehr los. Diese Erfahrung, „dass ich das einfach nicht schaffen konnte“.

          Bernd Steinle

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Zurück in Deutschland schloss Wiersig einen Pakt mit sich: Die letzten 20 Sekunden beim Duschen drehte er von nun an immer auf kalt. Jedes Mal. Nach einem Monat waren es 40 Sekunden, einen weiteren Monat später 60. „Nach drei Monaten hab’ ich nur noch kalt geduscht.“ Wiersig kaufte sich eine Regenwassertonne, er füllte sie mit Grundwasser und setzte sich im Winter hinein, „bei ein, zwei Grad, bis zu 20 Minuten lang“.

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