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Campino im Interview : „,Nazis raus!‘-Rufe haben mich nie besorgt“

Campino 2017 in Buenos Aires: „Ich konnte mich bei den Toten Hosen immer mit allem verwirklichen.“ Bild: Daniel Pilar

Die Toten Hosen haben ein neues Album veröffentlicht – und dabei einiges anders gemacht. Im Interview spricht Sänger Campino über Rassismus, Grönemeyer, Fridays For Future – und wann er sich auf der Bühne nackt vorkommt.

          4 Min.

          Campino, die Toten Hosen haben ein neues Album veröffentlicht, „Alles ohne Strom“, im Wesentlichen akustisch, mit ein paar neuen Liedern und vielen neuen Instrumenten. War es eine große Umstellung zu sonst?

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Wir haben das Album in der Düsseldorfer Tonhalle aufgenommen, einer theaterähnlichen Umgebung. Am Anfang kommt man sich da auf der Bühne nackt vor. Man ist mit dem Publikum in einer Form konfrontiert, die man so nicht gewohnt ist, erkennt die Leute viel deutlicher. Ein Konzert in der Tonhalle bedeutet, dass ich ungefähr die Hälfte des Publikums persönlich kenne. Ich versuche dann, in den Gesichtern zu lesen: Gefällt es ihnen? Warum geht der jetzt raus aufs Klo? Das ist fürchterlich. Die zweite Herausforderung waren die Lieder von anderen Künstlern, die wir auf der Platte interpretiert haben. Die Foo Fighters nachzuspielen, ist ja an sich schon eine Majestätsbeleidigung – umso schlimmer wäre gewesen, wenn wir es nicht so hinbekommen hätten, dass es uns nicht peinlich ist.

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