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Jan-Uwe Rogge : „Erziehung ist nicht Yoga“

Bild: F.A.Z.

Jan-Uwe Rogge ist Deutschlands bekanntester Erziehungsexperte. Die ersten Eltern beriet er vor 40 Jahren. Was ist heute noch gültig, was hat sich verändert?

          6 Min.

          Man muss als Mutter ein dickes Fell haben, wenn man auf Jan-Uwe Rogge trifft. Mütter nennt er schon mal „Rotkreuzschwestern“, weil sie angeblich immer zur Stelle sind, wenn ihr Nachwuchs etwas wünscht. Sie patrouillieren vor verschlossenen Zimmertüren, sie fahren ihren Nachwuchs noch schnell zur Schule, wenn er verschlafen hat, sie tragen Pausenbrote hinterher, räumen Kinderzimmer auf, sortieren Wäscheberge. Sie sind aufopferungsvoll und tüchtig, sie machen und tun. Und keiner dankt es ihnen. Auch Jan-Uwe Rogge nicht. Und trotzdem hilft er ihnen. Auf seine Art.

          Anke Schipp

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Rogge steht in einem Wollpullover auf der Bühne einer mittelgroßen Aula vor lauter Müttern und Vätern und spricht über Pubertät. Der erste Satz ein Paukenschlag: „Sie sehen aus wie Eltern von Pubertierenden, kaputt, fertig, müde.“ Ein Raunen geht durch den Saal. Rogge legt nach: „Aristoteles hat gesagt, Wenn du ein pflegeleichtes Kind haben willst, zeuge es bei Südwestwind.“ Pause. „Jetzt denken Sie alle: Damals war Nordostwind.“ Lachen.

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