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Flieger aus Düsseldorf : Erste deutsche Touristen auf Mallorca gelandet

Deutsche Touristen erreichen nach ihrer Ankunft das Hotel Riu Concordia in Palma de Mallorca. Bild: EPA

Die Saison ist eröffnet: Am Montagvormittag sind die ersten deutschen Urlauber in Palma de Mallorca gelandet. Auf der Insel will man das Vertrauen der Touristen schnellstmöglich zurückgewinnen.

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          Mit Applaus empfingen Angestellte die ersten deutschen Urlauber in den Hotels an der Playa de Palma. Am Flughafen von Palma sah es zeitweise so aus, als käme auf jeden der 189 Passagiere ein Journalist. Kaum war das Flugzeug aus Düsseldorf gegen elf Uhr mit leichter Verspätung gelandet, kämpften die ersten Kamerateams hinter den Absperrungen darum, den Deutschen erste Eindrücke abzuringen – noch bevor sie überhaupt den Flughafen verlassen hatten. Dort sollte am Nachmittag noch eine zweite ausgebuchte Maschine aus Frankfurt landen.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          An Bord der Flugzeuge waren auch Deutsche, die auf Mallorca eine Ferienwohnung besitzen. Kurz darauf boten die Balearen am Mittag die gesamte politische Führung auf, um das Pilotprojekt in einem Strandhotel zu präsentieren, unter ihnen die balearische Regionalpräsidentin Francina Armengol, der Bürgermeister von Palma und das Tui-Vorstandsmitglied Sebastian Edel, der immer noch auf eine gute Saison hofft: „Es ist und bleibt das Lieblingsziel der Deutschen“, sagte Sebastian Edel.

          Auf Mallorca will man jetzt so schnell wie möglich das Vertrauen der Touristen zurückgewinnen. Für die Wirtschaft der Insel ist der Tourismus überlebenswichtig: Mehr als 75.000 Einwohner haben schon ihre Stelle verloren, 155.000 sind in Kurzarbeit. Nach dem Ausbruch der Pandemie hatten sich die Balearen fast vollständig abgeschottet und schneller als andere Regionen Spaniens das Virus in Griff bekommen. Auf der Inselgruppe beklagte man 227 der insgesamt mehr als 27.000 Toten. Diesen Erfolg will Regionalpräsidentin Armengol durch die Öffnung auch nicht riskieren. „Wir sind ein sicheres Reiseziel“, betonte sie.

          Nur Fiebermessen reicht vielen nicht

          Aber viel Zeit bleibt nicht, um bei dem Testlauf Erfahrungen zu sammeln und bei Bedarf die Sicherheitsprotokolle zu aktualisieren: Nur die Passagiere von fünf Flügen der insgesamt knapp 50 geplanten und eigens genehmigten Flüge werden an dem Probelauf teilnehmen. Am Sonntag überraschte die spanische Regierung mit der Ankündigung, dass die Grenzen schon vom 21. Juni an wieder geöffnet werden und die häusliche Quarantäne aufgehoben ist – dieses Privileg haben bis dahin nur 10.900 Test-Touristen aus Deutschland, die an dem Pilotprojekt teilnehmen.

          Vor der Landung mussten die ersten Deutschen nur auf einem Formular Angaben zu ihrem Gesundheitszustand machen und ihre Kontakte hinterlassen. Die lokalen Gesundheitsbehörden wollen sich in den nächsten Tagen mit ihnen in Verbindung setzen. Nach der Landung wurde nur die Körpertemperatur gemessen. Auf den sogenannten PCR-Test, der zunächst im Gespräch war, hatte man am Ende verzichtet. Diese Entscheidung war kritisiert worden, zum Beispiel von der balearischen Gewerkschaft der Beschäftigten im Gesundheitswesen Simebal, die diese schnelle Öffnung für riskant hielt. Auch die kanarische Regionalregierung hielt die Sicherheitsmaßnahmen auf Mallorca ebenfalls für nicht ausreichend und verzichtete darauf, sich an dem Pilotprojekt zu beteiligen.

          Auf den Balearen sollen nur Urlauber getestet werden, die Symptome zeigen. Für Infizierte hat die Regionalregierung elf Wohnungen gemietet, in denen sie dann ihre Quarantäne verbringen müssen. Der Tourismus wird langsam anlaufen. Auf Mallorca ist die Rede davon, dass während des Sommers nur rund die Hälfte der Hotels zur Verfügung stehen werden. Dafür könnte aber auch die Saison länger dauern.

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