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Die Beckhams kommen : Neue Adresse: Beverly Hills

  • -Aktualisiert am

Donnerstag:

Vic möchte auch etwas zum Familienunterhalt beitragen. Mit dem Fernsehsender NBC dreht sie deshalb für 15 Millionen Dollar eine Reality-Show über die Tücken des Umzugs nach Los Angeles. Die ist leider nicht so spannend wie erwartet - vor allem für die Zuschauer. Das wiederum ist nicht nur übel für die Einschaltquoten, sondern auch für Mrs Beckhams Ego.

Zumal Landsmännin und Konkurrentin Jordan, früher auch als Nacktmodell Katie Price bekannt, ihr nicht nur bei der künstlichen Oberweite zuvorgekommen ist. Während NBC noch überlegt, wie die Sendung mit den Beckhams aufzupeppen wäre, zieht Katie/Jordan in Kalifornien vor der Kamera bereits über andere Prominente her. Eines ihrer Lieblingsopfer? Victoria Beckham natürlich: „Wenn man es aus der Nähe betrachtet, ist sie doch nur eine Spielerfrau.“

Freitag:

Ein Team von Sicherheitsexperten rückt an, um die Villa in den Hügeln von Beverly Hills in Fort Knox zu verwandeln. Denn allein auf den Schutz der Bodyguards, einige von ihnen ehemalige CIA-Mitarbeiter, wollen sich die Beckhams nicht verlassen. Da ihnen in Spanien schon ihr kugelsicherer BMW X5 gestohlen wurde, ist Vorsicht angesagt.

Nach dem Frust der vergangenen Tage erwägt Vic eine Shopping-Therapie, hat allerdings noch kleinere Probleme bei der Orientierung: „Ich versuche gerade herauszufinden, wie man von Santa Monica nach Malibu kommt und von Brentwood nach Bel Air.“ Da bleibt nur der Rodeo Drive, der selbst für Posh Spice nicht zu verfehlen sein sollte: Jenseits des Eisentores des neuen Anwesens einfach bergab, über den Sunset Boulevard, und schon steht sie vor der Gucci-Dependance an der berühmten Nobelmeile.

Samstag:

Da Becks jetzt schon seit vier Tagen denselben Haarschnitt und auch noch in einer Farbe trägt, wird es Zeit für einen Friseurbesuch. Er macht sich auf zu Celebrity-Stylist Frédéric Fekkai am Rodeo Drive. Um auszuschließen, dass Vic seine neue Frisur wieder kopiert und die beiden auch in L. A. als doppeltes Lottchen belächelt werden, lässt Becks sich die Haare raspelkurz schneiden.

Vic sucht derweil Unterstützung für ihren Mann. Anders als bei seinem Wechsel zu Real Madrid vor vier Jahren gibt es diesmal aber kein langhaariges Model mit eigener Fanseite. In der Stellenausschreibung wird ausdrücklich ein „Personal assistant“ gesucht, keine Rede von „alternative wife“. Rebecca Loos, die in Spanien eine viermonatige Affäre mit Becks gehabt haben will, braucht sich daher nicht wieder zu bewerben.

Sonntag:

Zum Lunch treffen sich die Beckhams mit Tom Cruise und Katie Holmes im Celebrity Centre der Scientologen in Hollywood. Am Nachbartisch speist John Travolta mit Jennifer Lopez' Gatten Marc Anthony, der nach einem Reinigungsritual besonders entspannt wirkt. Vic dagegen ist verkrampft. Das ganze Rokoko-Imitat des Celebrity Centres bereitet ihr noch mehr Heimweh nach good old Europe.

Trotzdem widersteht sie den Anwerbungsversuchen der umstrittenen Scientologen standhaft. Bis zu 500.000 Dollar, nur um sich von Aliens befreien zu lassen, die man nicht einmal sehen kann? Das ist ihr auch mit der schwarzen AmEx in der Gucci-Tasche einfach zu teuer. Selbst das Angebot, in Tom Cruises Film über die Phantasien des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard mitzuspielen, vermag Vic nicht aufzuheitern.

Becks ist auch angeschlagen. Vinnie „The Axe“ Jones, der zur Schauspielerei konvertierte walisische Fußballer, hat ihn als „Handtaschenträger“ beschimpft. Jetzt hat er keine Lust mehr, am Nachmittag mit Jones, ein paar Sex Pistols und den anderen Promis bei Hollywood United zu kicken. Für seine restlichen 259 Wochen in Kalifornien hofft Becks, dass Landsmann Bob Hope recht behält: „Es wird immer ein England geben, selbst wenn es in Hollywood ist.“

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