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Besonderer Fachkräftemangel : Deutschland gehen die Weihnachtsmänner aus

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Unbeliebter Job: Fast niemand will mehr an Heiligabend den Weihnachtsmann spielen. Bild: dpa

Für einen Einsatz als Weihnachtsmann an Heiligabend verdienen Studenten in Deutschland im Schnitt 500 Euro. Viele Bewerber gibt es für den Job allerdings nicht mehr. Ein Vermittler weiß auch, warum.

          Nicht nur Pfleger oder Lkw-Fahrer fehlen in Deutschland: Der Fachkräftemangel hat die Weihnachtsmann-Branche erreicht. Fast alle Jobvermittlungen für Studierende hätten die Vermittlung von Weihnachtsmännern eingestellt, weil sich kaum noch Bewerber fänden, die den Job machen wollten, erklärte das Deutsche Studentenwerk (DSW). „Einzig das Studierendenwerk Siegen hat über seine Jobvermittlung noch einige wenige Anfragen“, sagte DSW-Sprecher Stefan Grob der dpa. In Berlin wurde nach fast 70 Jahren die Vermittlung studentischer Weihnachtsmänner eingestellt. Dabei habe man als rasender Weihnachtsmann oder rasende Weihnachtsfrau im Schnitt 500 Euro am Heiligen Abend verdient, sagte Jana Judisch vom Studierendenwerk Berlin.

          Private Weihnachtsmann-Vermittler versuchen, die Lücke zu schließen – es gibt zahlreiche Internetseiten. Willi Dahmen aus dem niedersächsischen Celle betreibt eine solche Agentur und bietet Schulungen für den Nachwuchs an. Er könnte noch 30 oder 40 Darsteller mehr gebrauchen. „Viele junge Leute haben keinen Bock mehr, am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten“, klagt der 66-Jährige mit dem weißen Rauschebart, der schon im Sommer im roten Mantel und Bommelmütze für Werbeaufnahmen posiert.

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