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Eurovision Song Contest : Sechs Kandidaten für den ESC-Vorentscheid

Hoffnung beim ESC für Deutschland: aktuelle „Voice“-Gewinnerin Natia Todua Bild: BILAN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Deutschen schneiden beim Eurovision Song Contest immer schlechter ab. Daher wird das Auswahlverfahren der Kandidaten wieder mal geändert. Kann so der ARD-Unterhaltungschef für bessere Plazierungen sorgen?

          Es sollte ein „radikaler Neuanfang“ werden. Das hatte der Unterhaltungschef der ARD nach dem wiederholt schlechten Abschneiden der deutschen Teilnehmer beim Eurovision Song Contest (ESC) angekündigt. Nichts sollte so bleiben, wie es in den vergangenen Jahren war, versprach Thomas Schreiber. Tatsächlich verlief die Suche nach den sechs möglichen Kandidaten für den Vorentscheid, der am 22. Februar nicht wie in den vergangenen Jahren in Köln, sondern in Berlin stattfinden wird, völlig anders als bisher.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Das Ergebnis der Suche gab der für den ESC auf deutscher Seite verantwortliche Sender NDR am Freitag bekannt: Demnach sind gleich drei Teilnehmer der Castingshow „The Voice of Germany“ unter den sechs Auserwählten. Neben der aktuellen „Voice“-Gewinnerin, der 21 Jahre alten Natia Todua aus Georgien, sollen die Siegerin der 2011/2012 ausgestrahlten ersten Staffel, Ivy Quainoo, und der damalige Dritte, Michael Schulte, beim Vorentscheid antreten. Die 25 Jahre alte Quainoo lebt in New York, der zwei Jahre ältere Schulte in Buxtehude. Außerdem dabei sind der 22 Jahre alte Xavier Darcy aus München, der 28 Jahre alte Rick Jurthe, der sich Ryk nennt, und die Münchner Band voXXclub, die aus fünf Mitgliedern besteht und „neue Volksmusik“ macht.

          Neue Chance auf den Sieg: Bei „The Voice of Germany“ reichte es damals für Michael Schulte nur für den dritten Platz. Bilderstrecke

          Für die Auswahl der sechs Kandidaten hatte der NDR ein sogenanntes Eurovisions-Panel gebildet. Es setzt sich aus 100 Fans zusammen, die „bestmöglich den Musikgeschmack der internationalen Fernsehzuschauer repräsentieren“ sollen. Parallel dazu konnten sich Künstler für den ESC bewerben. Am Ende waren es nach NDR-Angaben 4000 mögliche Kandidaten. 211 erreichten eine zweite Runde, das Eurovisions-Panel wählte aus ihnen die 17 vielversprechendsten Kandidaten aus. Gemeinsam mit einer internationalen Experten-Jury bestimmte das Panel schließlich die besten sechs Vorentscheid-Teilnehmer. Die Experten-Jury setzt sich dabei aus Juroren zusammen, die in den vergangenen Jahren für ihre jeweiligen Heimatländer als Mitglieder der nationalen Jurys fungierten und beim ESC-Finale den späteren Sieger jeweils mit bestimmten.

          Panel und Jury werden auch beim Vorentscheid „Unser Lied für Lissabon“ mit entscheiden, wer Deutschland vertreten soll. Bislang hatte der Fernsehzuschauer das letzte Wort. In den nächsten Wochen muss nach NDR-Angaben noch das beste Lied für Lissabon gefunden werden. Dafür werden in einem dreitägigen „Song Writing Camp“ bis zu 15 nationale und internationale Texter, Komponisten und Produzenten gemeinsam mit den sechs Kandidaten Lieder entwickeln. Auf Grundlage dieses Materials werde dann miteinander entschieden, „welcher Song für wen der richtige ist und wie er inszeniert werden kann“.

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