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Der „fünfte Beatle“ : Billy Preston gestorben

  • Aktualisiert am

Erwachte nicht mehr aus dem Koma: Billy Preston (2003) Bild: AP

Beatles, Stones, Red Hot Chili Peppers: Große Namen der Popgeschichte stehen auf der Liste jener Musiker, die Billy Preston während seiner Karriere begleitet hat. Der Keyboarder ist im Alter von 59 Jahren gestorben.

          Der amerikanische Sänger- und Songwriter Billy Preston, der die Beatles und die Rolling Stones in einigen ihrer besten Aufnahmen am Keyboard begleitete, tot. Er starb am Dienstag im Alter von 59 Jahren in einem Krankenhaus in Scottsdale im amerikanischen Bundesstaat Arizona. Preston hatte schon lange an Bluthochdruck und Komplikationen wie Nierenversagen gelitten. Er war am 21. November in ein Koma gefallen, aus dem er nicht mehr aufwachte.

          In Houston (Texas) geboren, kam der junge Billy schon als zehnjähriges Talent groß heraus. Er spielte für die Gospelsängerin Mahalia Jackson am Keyboard und wurde von Ray Charles gefördert. Miles Davis benannte einen Song nach ihm. 1973 gewann er einen Grammy für sein Instrumentalwerk „Outta Space“. Mit Aretha Franklin arbeitete Preston an dem Album „Young, Gifted and Black“, und Bob Dylan holte ihn für die Aufnahme von „Blood on the Tracks“ an Bord.

          Unvergessen: Das „Get Back“-Solo

          Auf die Beatles traf Preston Anfang der sechziger Jahre, als er mit Little Richard auf Konzerttournee nach Hamburg ging. Er freundete sich mit den Pilzköpfen an und stand besonders George Harrison nah. Angeblich verhinderte er mit seiner besänftigenden Art, daß sich die Beatles damals trotz aller Streitigkeiten trennten.

          „Georgia on my mind”, bei einer Feier zu Ehren von Ray Charles, 2005

          Preston spielte auf mehreren Alben der Beatles, unter anderem auf „Let It Be“, „The White Album“ und „Abbey Road“. Sein Keyboard prägt Songs wie „Don't Let Me Down“ oder „Get Back“ - letzteres der erste von den Beatles komponierte Titel, der als Koautor ein Nichtmitglied der Band ausweist. Mit seinem Solo in dem Klassiker „Get Back“ trat er auch bei dem legendären „Roof Top“-Konzert auf, dem letzten Live-Konzert der Beatles.

          George Harrison bat ihn 1971 zu seiner Benefizveranstaltung „Concert for Bangladesh“. Auch die Rolling Stones nahmen Preston mit auf Tournee. Er beteiligte sich an mehreren ihrer Alben, darunter „Sticky Fingers“ und „Exile on Main Street“ sowie „Bridges on Babylon“. Zu hören ist sein Spiel zum Beispiel auf dem Stones-Klassiker „Miss You“. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Preston unter anderem auch mit Ray Charles oder Bob Dylan zusammen. Zuletzt spielt er auf den neuen Alben von Neil Diamond und den Red Hot Chili Peppers. Er sei nicht nur wahrhaft begabt gewesen, sagte seine Managerin, sondern habe vor allem „das wundervollste Herz“ gehabt.

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