https://www.faz.net/-gum-98xzn

Unter dem Schleier der Zensur : Wie die #MeToo-Debatte China erreicht

Studentinnen und Studenten stehen in China unter hohem Druck, das Studium erfolgreich abzuschließen. (Symbolbild) Bild: Reuters

Ein zwanzig Jahre zurückliegender Selbstmord entfacht in China eine Diskussion über sexuellen Missbrauch an Universitäten. Die Debatte wird von der Zensur stark eingeschränkt. Wie viel #MeToo vertragen die auf „Harmonisierung“ getrimmten Chinesen?

          3 Min.

          Seit Monaten schwelt in China eine durch die Zensur stark einschränkte Debatte über den Umgang mit sexuellem Missbrauch an den Universitäten des Landes. In mehreren offenen Briefen hatten Professoren und Studenten einen besseren Opferschutz verlangt. Doch lange geschah nichts. Ausgerechnet ein 20 Jahre zurückliegender Selbstmord hat die Diskussion nun neu entfacht und in den betroffenen Hochschulen Betriebsamkeit hervorgerufen.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Die Peking-Universität teilte am Sonntag mit, dass sie eine Institution schaffen werde, die im Falle von Missbrauchsvorwürfen Nachforschungen anstellen und zugleich Prävention und Aufklärungsarbeit betreiben soll. Über einen Entwurf mit entsprechenden Regularien sei bei einer Fachkonferenz am Sonntag beraten worden. Nach Angaben von Aktivisten wäre die Peking-Universität damit die erste Hochschule des Landes mit einer solchen Meldestelle. Sie sprachen von einem „historischen Tag“.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+