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Der Trend zu Suburbia : Junge Amerikaner zieht es in die Vorstädte

  • -Aktualisiert am

Viele junge Amerikaner können sich diese Stadt nicht mehr leisten: New York City Bild: Picture-Alliance

Immer häufiger ziehen junge Amerikaner in die „Suburbs“, wie Daten der Behörde für Volkszählung zeigen. Sie wollen nicht mehr in New York oder San Francisco leben, sondern in Frisco oder Apex.

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          Junge Amerikaner zieht es wieder in die Vororte. Wie die Daten der Behörde für Volkszählung (USCB) zeigen, gehörten Enklaven mit mehr als 50.000 Bewohnern in der Nähe von größeren Städten im vergangenen Jahr zu den bevorzugten Wohnorten sogenannter Millennials. Die Amerikaner der Jahrgänge 1980 bis 2000 entschieden sich immer häufiger für die lange verpönten „Suburbs“, da sie gutbezahlte Arbeitsplätze mit guten Schulen und guter Anbindung an Großstädte verbinden.

          Unter den 15 Gemeinden mit dem schnellsten Bevölkerungswachstum waren 14 Vororte wie Buckeye im Bundesstaat Arizona, Apex in North Carolina und Frisco in Texas. Buckeye wuchs zwischen Juli 2017 und Juli 2018 um 8,5 Prozent auf mehr als 74.000 Bewohner.

          Laut der jährlichen Erhebung des United States Census Bureau ziehen die Millennials dabei wärmere Regionen kälteren Gegenden der Vereinigten Staaten vor. Die meisten der schnell wachsenden Suburbs liegen im Süden und Westen.

          Laut „Wall Street Journal“ können sich viele der jüngeren Amerikaner die hohen Immobilienpreise in Großstädten nicht mehr leisten, da die Kluft zwischen durchschnittlichem Hauspreis und durchschnittlichem Haushaltseinkommen wächst. Metropolen wie Los Angeles, San Francisco und Washington bieten laut Urban Land Institute immer weniger Viertel mit mittlerer Wohnungsdichte, die auch für junge Familien erschwinglich sind. Allein 2018 haben etwa 38.000 Millennials New York verlassen, um in kleinere Städte zu ziehen. Der Trend zu Suburbia erinnert an die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg. Als sich die Finanzkrise im Jahr 2008 auch auf den Immobilienmarkt auswirkte, zog es Amerikaner aber zunehmend in Städte mit 250.000 oder mehr Bewohnern.

          New York, die größte Stadt der Vereinigten Staaten, zählte im Jahr 2018 mehr als 8,3 Millionen Einwohner, Los Angeles als zweitgrößte Stadt 3,9 Millionen. Es folgten Chicago (2,9 Millionen), Houston (2,3 Millionen) und Phoenix (1,6 Millionen).

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