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Prinz Harry und Meghan Markle : Wenn eine Hochzeits-Gästeliste zum Politikum wird

  • Aktualisiert am

Barack Obama und Prinz Harry bei den „Invictus Games“ in Toronto im vergangenen September. Bild: Reuters

„Fire And Fury“-Autor Michael Wolff ist um keine Spekulation verlegen, sobald es um Donald Trump geht: Die Briten warnt er jetzt vor den Folgen, die es haben könnte, den Präsidenten nicht zur royalen Hochzeit einzuladen – aber dessen Vorgänger.

          Britische Klatschmedien spekulieren seit Wochen darüber, dass sich die Hochzeit des Jahres in dem Königreich zu einem politischen Problem entwickeln könnte: Angeblich befürchten britische Regierungsbeamte, dass Prinz Harry den amerikanischen Präsidenten Donald Trump vor den Kopf stoßen könnte, indem er dessen Vorgänger Barack Obama zu seiner Vermählung mit der Schauspielerin Meghan Markle am 19. Mai einlädt – aber nicht Trump selbst.

          Michael Wolff, der mit seinem Buch über Donald Trump gerade weltweit für Schlagzeilen sorgt, hält diese Befürchtungen für berechtigt. In einem Interview mit „The Mail“ sagte er am Sonntag, dass eine Nicht-Einladung sogar ein Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien nach dem Brexit gefährden könnte. Für Trump sei die Queen Teil der Reality-Show-Welt – und damit auch seiner Welt. „Er mag es nicht, brüskiert zu werden und will die ganze Zeit im Mittelpunkt stehen“, sagte Wolff.

          Prinz Harry hatte im Dezember in einem Interview auf die Frage, ob Obama auf der Gästeliste stehe, geantwortet: „Wir haben die Gästeliste noch nicht zusammengestellt, also wer weiß, ob er eingeladen wird oder nicht. Ich würde diese Überraschung aber auch nicht ruinieren wollen." Fest steht, dass Prinz Harry und Obama sich gut verstehen: Das war zuletzt bei dem ersten Interview zu sehen, das Obama nach dem Ende seiner Amtszeit gegeben hatte – Gastmoderator für den Radiosenders BBC4 war Prinz Harry.

          Näher kennengelernt hatten sich Obama und Prinz Harry bei den „Invictus Games", einer paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, die 2014 zum ersten Mal in London stattfand. 2017 traten die Sportler in Toronto zu den „Invictus Games“ gegeneinander an – die Aufmerksamkeit wurde den Athleten allerdings gestohlen. Prinz Harry nahm auf der Tribüne mit Meghan Markle Platz – es war der erste gemeinsame Auftritt in der Öffentlichkeit. Selbst die Fotos, die Prinz Harry und Barack Obama beim freundschaftlichen Plausch auf der Tribüne zeigten, interessierten da kaum noch jemanden. 

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